Koh Rong Samloem – Otres Beach 1

Auf zum Tauchen auf die Insel Koh Rong Samloem.

Mein ausgewähltes Dive Center bot Übernachtungsmöglichkeiten in einem Dorm, direkt auf Koh Rong Samloem an. Da ich ein Advanced Open Water Dive Course gebucht hatte, sollte ich hier meine ersten Erfahrungen in einem Dorm sammeln.

Das Dorm:

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Die Überfahrt war schon das reinste Abenteuer, bei hohem Wellengang ging es mit einem etwas kleinem Boot auf die Insel. Im Normalfall benötigt man 2 1/2 Std für die Fahrt, wir benötigten ca. 4 1/2 Std. Ich hatte in weiser Voraussicht eine Tablette gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen und war ganz stolz, dass mir die turbulente Fahrt nichts ausmachte. Selbst hartgesottenen Mitfahrern ging es da etwas schlechter, im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf der Insel angekommen, durften alle aussteigen, für die es nicht zum Tauchen ging. Für mich ging es also weiter. Mein Stolz zuvor eine Tablette genommen zu haben, verflog innerhalb kürzester Zeit. Der Stop und die Weiterfahrt taten mir und meinem Magen nicht gut, da halfen auch keine weiteren Tabletten. Es waren für den Tag ja „nur“ zwei Tauchgänge geplant, was will man jammern (mein Tauchlehrer fragte zwischendurch jedoch immer, ob ich zurück zur Insel möchte. Wollte ich nicht, ich bin Stier!).

Völlig erschöpft zurück zur Insel, habe ich diese erst einmal links liegen lassen. Der erste Abend begann mit Stromausfall und WiFi gab es, wie ich zuvor schon wusste, auf der gesamten Insel nicht. Übrigens auch kein ATM. Solltet Ihr auf die Insel wollen, nehmt ausreichend Geld mit.

Am zweiten Tag hat sich das Meer beruhigt und ich konnte das Tauchen genießen, auch wenn ich unter Wasser einige Prüfungen zu bestehen hatte.

Die Insel ist wunderschön und noch ein „Geheimtip“ (außer bei Chinesen). Meine Unterkunft lag am Lazy Beach, hier bekommt man tolle Sonnenuntergänge zu sehen. Es gibt auf dieser Seite der Insel noch einige wenige Bungalows am Strand, zwei Restaurants und unsere kleine Strandbar „Bar 42“. Karsten, der diese Bar mit Leidenschaft führt ist Deutscher und hat alles selber gestaltet und aufgebaut.

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Die gegenüberliegende Seite der Insel besitzt einen Traumstrand. Es gibt einen Weg durch den Dschungel, der mit Flip Flops jetzt nicht so super zu laufen ist. Mit etwas Vorsicht bekommt das aber hin. Woher sollte ich vorher auch wissen, dass ich auf einer kleinen Insel festes Schuhwerk benötige :-).

Kennt Ihr noch die Barcardi Werbung?

Nach dem doch einigermaßen anstrengenden Weg, bot sich eine traumhafte Aussicht. Noch gibt es auch auf dieser Seite nicht besonders viele Restaurants und Bungalows oder Dorms, ebenso wenig gibt es hier WLAN. Ich kann nur hoffen, es bleibt ein Paradies und wird nicht von neuen Hotels und Restaurants übersät werden.

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Warum ich meine das es für  Chinesen kein Geheimtip mehr ist, seht Ihr hier. Ich habe mich gewundert, wie viele Personen auf ein solch kleines Boot passen. Es handelt sich hierbei um Tagesausflügler, die gegen Mittag anreisen und nach einigen Stunden wieder zurück nach Sihanoukville fahren.

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Meinen Aufenthalt habe ich verlängert und bin am Ende 5 Tage geblieben. Danach ging es für mich zurück zum Otres Beach 1.

Dieses mal hatte ich kein Hotel gebucht. Ich hatte vor meiner Abreise in verschiedenen Unterkünften nach einem Zimmer gefragt, alle meinten man solle einfach am Tag der Ankunft vorbei kommen. Reservierungen wurden nicht angenommen, da zu viele Urlauber Ihre Buchungen verfallen lassen. Nun gut, dann wird es ja nicht so schwer sein eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen, dachte ich mir…

…Ist es leider doch! Also den Strand rauf und runter, ich hätte Unterkünfte haben können, allerdings mit völlig überzogenen Preisen. Ich habe mich dann für eine Unterkunft entschieden, die 7 Dollar die Nacht kostete. Wie sich herausstellte, war auch das ein völlig überzogener Preis. Glaubt mir, Ihr möchtet nicht wissen wie diese Bruchbude aussah. Also gleich am frühen morgen los. Neuer Tag, neues Glück!

Ich kann Euch nicht sagen wie froh ich war, als der Besitzer des „SeaGarden“ meinte, „Yes Darling, we have a free Room for you“. Man wird hier als weiblicher Gast übrigens jeden Morgen mit „Darling“ angesprochen. Ein sehr guter Start in den Morgen, wie ich finde. Mein Einzelzimmer kostete 15 Dollar, es gibt zwei Gemeinschaftsbäder, die sehr sauber gehalten werden. Dorms kosten 5 Dollar die Nacht.

Von 19 Uhr bis 21 Uhr ist Happy Hour, eine Herausforderung für Alleinreisende 😉

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Mein Busticket nach Bangkok hatte ich schon gebucht. Wie mir gesagt wurde, dauert die Fahrt nach Bangkok mit dem Bus über Tag 12 Stunden, der Nachtbus fährt eine andere Route und man braucht einige Stunden länger.

Ob das mit den 12 Stunden bis nach Bangkok reicht und wie unterhaltsam so eine Busfahrt werden kann, werde ich Euch nicht vorenthalten…

Fazit:

Jaaaaa, ich bin nun Advanced Open Water Diver!

Ich habe super nette Leute auf dieser Insel kennen gelernt und in einem Dorm schlafen ist echt in Ordnung.

Tauchen ist in Kambodscha nicht besonders spektakulär. Es war aber schön, einfach mal wieder die Unterwasserwelt zu sehen.

Die Tauchschule war sehr gut, besonders mein Tauchlehrer „Aaron“
http://www.diveshopcambodia.com/

Gute und günstige Übernachtungsmöglichkeit am Otres Beach 1
http://www.secretgardenotres.com/

Siem Reap – Angkor Wat – Sihanoukville

Der Flug von Hanoi nach Siem Reap war einmalig. Ganze drei weitere Personen sollten mit fliegen, ich glaube es war mehr Personal als Fluggäste an Bord. Irgendwie unheimlich! „What’s wrong with this Airplane“ meinte einer der Passagiere, genau das dachte ich auch.

Meine lieben Vielflieger, hattet Ihr das schon einmal?

Heil, jedoch mit 40 Min Verspätung angekommen war schon irgendwie vorprogrammiert, das Kambodscha nicht ganz so glatt läuft wie Vietnam. Am Flughafen hielt ich nach meinem Namen Ausschau, mein Hotel bot einen kostenfreien Shuttle Service an. Mein Name war nirgends zu lesen.

Gott sei Dank hatte einer meiner drei mitreisenden Fluggäste ein Handy mit kambodschanischer SIM Karte. Mein Fahrer hatte mich zum erwarteten Zeitpunkt nicht angetroffen und ist damit wieder abgezogen. Draußen am Flughafen gibt es eine Anzeigetafel und ich habe so die Vermutung, dass die Verspätung angezeigt wurde. Wie dem auch sei, mein Fahrer machte sich noch einmal auf dem Weg.

Für den nächsten Tag stand Angkor Wat auf meinen Plan. Ich habe mir eine drei-Tages-Karte gekauft, was übrigens genauso teuer ist, wie eine zwei-Tages-Karte. Ob ich drei Tage Lust hätte mir die Überreste des Khmer-Reiches anzusehen, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Wie mir jeder Traveler dem ich bisher begegnet bin empfahl, war auch ich gleich zum Sonnenaufgang da. Um 5 Uhr werden die Ticketschalter geöffnet, dann geht es weiter mit dem Tuck Tuck und einem nächtlichen Fußmarsch. Ab ca. 6 Uhr wird es nach und nach heller, leider war es an meinem Tag wolkig. Nichts desto trotz ist die Kulisse beeindruckend.

Nicht nur die von Angkor Wat, sondern auch die Menschenmassen, die auf den Sonnenaufgang warten um das bestmögliche Bild zu schiessen.

Der Bayon Tempel ist ebenso beeindruckend…

Angkor Thom steht dem ganzen in nichts nach…

Das archäologische Gebiet erstreckt sich über 400 km2. Es gibt zu viel über Angkor zu sagen, wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich diesen Link (Seite lässt sich auch auf Deutsch übersetzen).
http://whc.unesco.org/en/list/668

Meine Besichtigung habe ich nach dem zweiten Tag abgeschlossen, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte!

Das Hotel hatte ich über „Booking.com“ zunächst für 3 Nächte gebucht, jedoch noch eine weitere Nacht nachgebucht. Mein nächstes Ziel war Battambang und ich wollte gern mit einem Boot von Siem Reap aus hin. Das muss eine unglaublich schöne Tour sein, zwar lang (nicht mit dem Speedboot), doch beeindruckend wie mir gesagt wurde.

Irgendwie schrie meine innere Stimme aber nach Meer! Und ich habe mir vorgenommen, auf meiner Reise auf meine innere Stimme und mein Bauchgefühl zu hören. Somit war Battambang gestrichen. Ich hatte überlegt nach Thailand zur fliegen, bis ich herausfand, dass ein Teil Kambodschas am Meer liegt. Nix wie hin.

An der Rezeption des Hotels fragte ich nach, ob es möglich wäre ggf. die vierte Nacht wieder zu stornieren. Wie sich herausstellte, war die vierte Nacht für mich überhaupt nicht reserviert. Ok, passte mir ja ganz gut, somit konnte ich mit dem Nachtbus nach Sihanoukville, dachte ich…

Der Nachtbus war völlig ausgebucht, so wie auch der V.I.P Bus und irgendwie alle anderen. Es blieb mir ein sehr einfacher Bus zur Auswahl, ohne jeglichen Komfort. Gut, sind ja nur 10 Stunden…dachte ich…
Mein Bus sollte um 7:30 Uhr morgens los fahren, so wurde es vom Hotel zumindest auf meiner Buchungsbestätigung geschrieben. Um 6:30 Uhr morgens klopfte es heftig an meiner Zimmertür. Ich war gerade aufgestanden, hatte ja schließlich noch eine Stunde bis zur Abfahrt…dachte ich!

Vor meiner Tür stand einer der Hotelangestellten und machte mir hektisch klar, dass mein Bus auf mich warten würde, schließlich sei die Abfahrt 6:30 Uhr! Er meinte dann noch ganz nett, ich solle in 5 Minuten unten sein, wobei ich Ihm klar machte, dass wir daraus schon einmal 10 Minuten machen können.
Nach einer Minute stand der nette Herr wieder klopfend an meiner Tür. Ich hielt Ihm den Zettel vor die Nase auf dem eindeutig 7:30 stand und meinte, er solle mich jetzt bitte nicht so stressen :-).

What’s wrong with this Hotel?

Aus meiner 10 stündigen Busfahrt wurden dann 17 Stunden…Wir sind um ca. 23:30 Uhr in Sihanoukville an der Busstation angekommen. Die Tuck Tuck Fahrer sind entsprechend frech mit Ihrer Preisansage, du möchtest ja schließlich in dein Hotel und selbst ich habe nach 17 Stunden Busfahrt keine Lust mehr auf harte Verhandlungen, also nur um 2 Dollar runter gehandelt und los gings. Natürlich wusste der Tuck Tuck Fahrer den Weg nicht zu meinem Hotel, er musste mit dem Hotel einige Male telefonieren. Mich hat das ganze nicht mehr gewundert, ich musste eher schon wieder über den ganzen Tag lachen.

What’s Wrong with Kambodscha? 🙂

Heute hieß es ab zum Strand…

Morgen geht es für mich zum Tauchen auf eine der vorliegenden Inseln, dort habe ich kein WLAN, daher müsst Ihr Euch wieder einige Tage gedulden.

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Fazit:

Danke Nadine für die Thailand Tipps, sind gespeichert!

Eine 1-Tages-Karte für Angkor Wat kostet 20 Dollar, zwei und drei Tage 40 Dollar.

Der Strand am Otres Beach1 in Sihanoukville und die Atmosphäre dort sind super, hier geht es sehr entspannt zu.

Wer es etwas turbulenter mag, ist am Serendipity oder Ochheuteal Beach besser aufgehoben. Ich kann diese nicht beurteilen, da ich den Otres Beach bevorzugt habe.

Es ist gerade Hochsaison und daher ist es besser, sich vor Ankunft ein Zimmer für die erste Nacht oder die ersten zwei Nächte zu buchen, auch wenn das Hotel ggf. erst einmal teuerer ist. Am nächsten Tag kann man sich dann in Ruhe eine günstigere Unterkunft suchen. Die meisten sind Online ausgebucht, haben aber für Traveler oft noch ein Zimmer in der Hinterhand.

Hanoi

Ich habe mich zunächst einmal vom Motorrad fahren verabschiedet und bin mit dem Flieger weiter nach Hanoi. Lieber wäre ich mit dem Zug gefahren, der war allerdings schon ausgebucht. In Vietnam feiert man aktuell Neujahr, in dieser Zeit sollte man seine Buchungen schon einige Tage im Voraus planen. Macht man das nicht, bekommt man kein Zugticket mehr :-).

Mein Hotel lag in einer ruhigen Seitenstraße von Hanoi, zumindest sieht „Booking.com“ das so. Ich habe den Abend im Hotelzimmer ausklingen lassen und sagen wir mal, versucht zu schlafen…

Am nächsten Tag raus ins Getümmel, einfach mal drauf los laufen ohne Plan. Allerdings auch ohne Visitenkarte des Hotels, wie mir später auffiel und natürlich habe ich mir den Namen des Hotels nicht so ganz eingeprägt (Edith ich kann Dich hören :-)). Was solls, jetzt war ich unterwegs und musste mich auf mein Inneres Navigationssystem verlassen. Über Hanoi dachte ich nur, WOW! Was ist das denn bitte? Diese Stadt und die Massen an Menschen erschlugen mich im ersten Moment, dagegen war Ho Chi Minh nun wirklich eine Kleinstadt.

Glücklicherweise funktioniert mein Orientierungssinn ganz gut. Zurück in der Straße meines Hotels setzte ich mich in eines der Straßencafes. Ich suchte zuvor nach einer Rooftop Bar, die war allerdings nicht aufzufinden.

Zurücklehnen und das Treiben in den Straßen beobachten, ich liebe es.

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Ich saß in diesem Café noch bis zum Abend, traf auf zwei deutsche und zog mit Ihnen um die Häuser. Erstes Ziel? Eine Rooftop Bar, die selbstverständlich gleich um die Ecke zu finden war 🙂 .

Next Stop: Siem Reap

Fazit:

Danke René für die super Ohrstöpsel. Die habe ich hier wirklich gebraucht!

Mein Hotel lag tatsächlich in einer der ruhigeren Seitenstraßen von Hanoi.

Hanoi ist einfach nur busy! Ich fand es interessant und spannend.
Meine Empfehlung: Setzt Euch in ein Café und lasst das Treiben um Euch herum auf Euch wirken.
Noch besser, findet eine Rooftop Bar.

Hue

Über den Hai van Pass nach Hue…

Zuvor musste jedoch unbedingt ein Stop für die Besichtigung der Marble Mountains eingelegt werden. Gut 16 km von Hoi An entfernt liegen die fünf Marmorberge mit einer wunderschönen und weitläufigen Tempelanlage, ihren Höhlen und Grotten. Der Weg nach oben führt über einen Aufzug, es folgen steile Treppen, die zu erklimmen sind. Der Weg lohnt sich in jedem Fall, man bekommt wundervolle Pagoden, Höhlen und Buddha Statuen zu sehen.

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Weiter ging es über den Hai-Van-Pass (auch Wolken-Pass genannt) mit atemberaubender Aussicht. Der höchste Punkt bildet die natürliche Grenze zwischen Nord- und Süd-Vietnam.

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Bevor wir in Hue angekommen sind, gab es noch einen kurzen halt am Elephant Waterfall und in Fishing Village.
Zu ehren der Elefanten wurde Ihnen ein Gedenkstein erbaut. Früher war dieser Ort eine Trinkstelle für Elefanten, leider wurden die Elefanten von den Bewohnern vor langer Zeit vertrieben. Die Profitgier brachte die Bewohner dazu, den Elefanten die Stoßzähne abzutrennen, seither wurde nie wieder ein Elefant an dieser Wasserstelle gesehen.

In Fishing Village leben bis heute Fischer mit Ihren Familien. Während die Familien früher auf Ihren Booten lebten, werden Ihnen heute Materialien zur Verfügung gestellt, um Häuser bauen können. Der Gouverneur Vietnams unterstützt die ärmere Bevölkerung im ganzen Land. Die Kinder gehen 4 bis 5 Jahre zur Schule, weitere Schulbildung können sich viele nicht leisten. So ist der berufliche Weg in den meisten Fällen bereits vorgegeben. Kaum ein Kind kann einen anderen Weg einschlagen…

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Angekommen in Hue war ich erst einmal erstaunt. Hatte ich da nicht etwas von einem ehemaligem Fischerdorf gelesen?
Mit ca. 300.000 Einwohnern in Hue muss ich mich da wohl verlesen haben.
Sollte mein Burger Verkäufer aus Hoi An Recht behalten?

Das Highlight in Hue ist wohl die alte Zitadelle. Hue war der Sitz der letzten Kaiser.
Na dann mal sehen, was die kaiserliche Befestigungsanlage zu bieten hat.

Wenn man Ruhe sucht, ist man hier genau richtig. Es ist wirklich ganz nett anzusehen und lässt einen das ständige Hupen in den Städten vergessen.

Nach meinem Besuch bei kaiserlichem Hofe wäre es doch toll, noch in Ruhe den Sonnenuntergang am Ufer des Son Huong (des Parfümflusses) genießen zu können… Eine Aufgabe die sich als etwas schwierig erwies.
Nach kurzer Zeit des Genießens setzten sich Kinder zu mir, die sich gern unterhalten wollten. Die meisten konnten jedoch kein Englisch, so musste einer der älteren Jungen, die Fragen der kleineren übersetzen. Ich bekam noch eine persönliche Showeinlage geboten, der Weltbeste JoJo Spieler unter Ihnen gab sein bestes. Wem interessiert da noch ein Sonnenuntergang?

Die Kinder zogen weiter und es gesellten sich zwei Verkäuferinnen zu mir. Wenn die sich miteinander unterhalten kann es allerdings laut werden. Nach einigen Minuten gab ich auf…Ruhe gibt es wohl nur im kaiserlichen Garten 🙂

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Nächster Halt Hanoi, ca.6,5 Mio. Einwohner. Da ist bestimmt was los…

Fazit:

Der Weg von Hoi An nach Hue war, wie vorangekündigt, traumhaft.

Hue ist mit Sicherheit schön und hat bestimmt auch noch sehr viel mehr zu bieten. Meine Stadt ist es jedoch nicht.
Ich hatte hier nur eineinhalb Tage, völlig ausreichend für meinen Geschmack.

Hoi An

Hoi An ist tatsächlich ein kleines Freilichtmuseum.
Über 800 Objekte in der Altstadt wurden in die Liste des Unesco- NWeltkulturerbes aufgenommen. Hier taucht man noch einmal in eine ganz andere Welt ein.

Der Hafen von Hoi An zählte zu einem der bedeutendsten seiner Zeit. Heute sind die Schiffe zu groß für diesen kleinen Hafen und der Ort lebt fortan vom Tourismus. Mit sehr viel Charm begegnet einem dieser romantische Teil Vietnams. Ein Ort der zum entspannen und verweilen einläd.
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Am besten man nimmt sich ein Fahrrad oder ein Mofa und erkundet die Umgebung. Fahrräder und Mofas sind an jeder Ecke zu leihen. Ich habe mir ein Fahrrad geschnappt und auch gleich den Strand gefunden, ja dieses schnuckelige Örtchen hat nicht unweit entfernt sogar einen Strand. Juhuuu, zum ersten mal Sand unter den Füßen und ab ins Meer. Für letzteres war mir das Wasser dann doch zu kalt, wenn Ihr mich fragt, waren das bestimmt minus 5 Grad :-).

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In allen Gassen hängen Seidenlampen und es gibt gefühlt mehr Schneider und Botiquen als Restaurants. Würde ich nicht noch um die Welt fliegen, hätte ich mir hier ganz sicher einige Kleider, Blusen, Blazer, Anzüge, etc. schneidern lassen. Einer der besten Adressen um sich etwas schneidern zu lassen ist „Kimmy“. Auf Qualität wird hier sehr viel Wert gelegt.

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Mein Ziel war es in Hoi An tauchen zu gehen. Leider beginnt die Tausaison hier erst im März. Ich fürchte ich muss mich bis zu meinem ersten Tauchgang auf dieser Reise noch einige Zeit gedulden.

Ich war 2 Tage in Hoi An, man kann aber ganz locker auch länger bleiben. Falls Ihr spät am Abend noch Hunger bekommen solltet, sagen wir ca 22 Uhr, werdet Ihr nicht mehr viele offene Restaurants auffinden. So ging es mir zumindest. Das ist nicht weiter tragisch, es gibt genügend Straßenstände, die wohl kein Feierabend kennen. So bin ich zu meinem ersten Burger in Vietnam gekommen.

Jeder möchte wissen, woher du kommst und wohin du als nächstes gehst, so auch mein Burger Verkäufer. Er warnte mich und meinte, dass ich mein nächstes Ziel „Hue“ nicht schön finden werde…Mal sehen ob er Recht behalten soll.

Meine Fahrt ging am 10.02. weiter nach Hue. Wieder mit dem Motorrad, dieses Mal mit den „Le Family Riders“, eine Familie aus Hue. Ich muss auf meiner Reise wohl unbedingt noch einen Motorrad Führerschein machen, das ganze entwickelt sich mittlerweile zu einer Art Leidenschaft. Die Fahrt war großartig…dazu und ob Hue nun auch großartig ist, werdet Ihr später mehr erfahren.

Fazit:

Hoi An ist eine Reise wert. Für mich das nächste mal länger und ab März, damit ich tauchen und dazu auf Cham Island übernachten kann.

Die Fahrt von Hoi An nach Hue oder umgekehrt solltet Ihr auf jeden Fall mit einem Motorrad oder Mofa machen. Man kann natürlich auch selber fahren, die Strecke ist dafür ganz gut geeignet und einer der schönsten, die ich in Vietnam gesehen habe. Falls Ihr nicht selber fahren möchtet, kann ich Euch die „Le Family Riders“ sehr empfehlen.

http://www.lefamilyriders.com

lefamilyriders@gmail.com

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Easy Riders Tour

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Geplant war eine 5 tätige Tour von Ho Chi Minh nach Nah Trang, was sich allerdings am 3. Abend ändern sollte.

Früh am Morgen des 31.01.2015 sollte es um 8:30 Uhr los gehen. Um kurz nach 8 Uhr also Frühstück bestellt, um 8:10 Uhr stand dann auch schon Lan vor mir, mein Guide von den Easy Riders.
Mein Frühstück war zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht da. Sehr sympathisch meinte Lan „Take your Time“, super! so kanns weiter gehen. 🙂

Ca. 25 km von HCM entfernt findet man die Cu Chi Tunnels.
In diesen konnten Widerstandskämpfer untertauchen und nach Guerillataktik Anschläge gegen südvietnamesische und amerikanische Truppen durchführen.
Das Tunnelsystem ist 220 km lang und Labyrinth artig aufgebaut. Falls ein Gegner überhaupt in diese Tunnel passte, hatte er so gut wie keine Chance dort lebendig wieder raus zu kommen.

Die Tunnel sind sogar mehrstöckig und es fand „normales“ Leben darin statt. Kochen, schlafen und sogar Kinder gebären. Wie es dort gerochen haben muss, wollte ich mir nicht weiter vorstellen. Viele starben hier nicht aufgrund der Truppen, sondern an Krankheiten oder der Stiche und Bisse von giftigen Tieren.

Ich war fasziniert wie diese Tunnel nur mit einfachsten Mitteln gebaut werden konnten und wie durchdacht das System war. Diesen Gedanken hatte ich allerdings noch sehr oft auf meiner Tour durch Vietnam.

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Weiter ging es entlang von Reisfeldern, einheimischen Dörfer, wunderschönen Wasserfällen…

Am Abend in Dong Xoai angekommen, gingen Lan und ich in ein lokales Restaurant. Ich entschied mich etwas mit Hähnchen zu nehmen, man muss ja nicht übertreiben, eine Motorrad Tour ist schon aufregend genug.
Lan war dem Reiswein sehr angetan und das gab mir nach und nach ein wenig zu denken. Schließlich ist er mein Fahrer, er erzählte mir dann nebenbei, das er im Vorleben Gangster war. Nein wie beruhigend! Wir wurden gleich am ersten Abend von einer einheimischen Frau in Ihr Haus eingeladen. Irgendwie war mir das ungeheuer…mit einer fremden einheimischen Frau und einem ehemaligen Gangster durch dunkle Gassen bis zu Ihr nach Hause zu gehen.
Nun gut, ich hatte mein Pfefferspray dabei, also auf ins Abenteuer.

Die nette Frau machte uns etwas zu essen. Da weder Lan noch die Frau davon aßen, tat ich es Ihnen gleich. Unhöflich oder nicht, sicher ist sicher.

Der Abend ging gut aus und Lan fuhr am nächsten Tag auch ganz sicher weiter. Mir wurde sehr viel gezeigt und erklärt, wie Cashew Nut’s wachsen und für den Verkauf weiter bearbeitet werden. Früher konnten die Vietnamesen übrigens mit Cashew Nut nichts anfangen. Sie haben erst vom Tourismus gelernt, dass Cashew Nut’s zum einen eine gute Einnahmequelle sind und zum anderen auch noch lecker.

Kaffeeplantagen sehen nicht nur schön aus, die Blüten riechen auch sehr gut. Vietnamesen stellen so ziemlich alles selber her und ich habe den Eindruck, sie essen auch alles, was man essen kann.

In Dak Mil durfte ich mit zu Lan’s Familie, seine Mutter, sein Bruder, seine Schwägerin und drei Kinder…keiner wusste das wir sie besuchen kommen. Die Familie war erstaunt, dass wir vor Ihrer Tür standen, haben uns aber sofort freudig begrüßt. Lan hatte seiner Familie nichts über unser kommen gesagt, da sie ansonsten für 20 Personen auftischen würden und das wäre nun wirklich übertrieben. Auch so, wurde eine Menge serviert und das Essen war köstlich.

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Weiter ging es nach Lak Lake, wo wir am Abend auf weitere Easy Riders und Ihre zwei mitreisenden aus England Toby und Gareth treffen sollten. Sie waren gerade dabei Hirn von, ich glaube einem Schwein zu essen und luden mich ein, dass gleiche zu tun. Ich lehnte dankend ab…Gareth schrieb später in mein Buch, dass ich am Anfang etwas schüchtern wirkte. Kann man es mir verübeln? Das Restaurant nur besetzt mit Männern und dann essen die auch noch Hirn?…Es wurde ein sehr lustiger Abend und damit wurde meine Tour dann auch verlängert.

Toby begleitete uns leider nur noch ein kleines Stück, er war auf dem Weg nach HCM. Gareth blieb mir erhalten und er war eine lustige Begleitung für die nächsten Tage. In Gia Lai angekommen, gingen wir in ein einheimisches Restaurant, welches einem Freund unserer Guides gehört. Normalerweise kommen hier keine Touristen her und damit waren wir die absoluten V.I.P’s…Das ist man allerdings fast überall, wenn man abseits der Touristenpfade unterwegs ist. Es war ein entsprechend lustiger Abend, der Chef brachte uns seine besten Speisen und seinen besten Reiswein!
Zurück an unserem Hotel angekommen, hatte auch dieses Hotel ein Gitter vor seiner Eingangstür.
Gut, dass kannte ich ja schon von meinem ersten Hotel in HCM…heißt also dran rütteln, damit geöffnet wird. Nun, in diesen Fall dann wohl nicht, als ich rüttelte, ging gleich die Alarmanlage los 🙂

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Am nächsten Tag, etwas fertig von der Nacht zuvor, weiter nach Kon Tum. Ein Stück über den Ho Chi Minh Trail laufen – ein historisches Gefühl! In einem einheimischen Haus, sehen wie die Menschen Leben, wie freundlich sie einem immer wieder begegnen und die wunderschöne Natur genießen.
Mit großen Augen haben die Kinder unsere aufgeblasenen Luftballons bestaunt, die wir mitbrachten.
Damit wurde dann ganz sicher den ganzen Tag mit großer Freude gespielt.

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Über den Regenwald ging es zur nächsten Station Kham Du, etwas regnerisch aber dafür gibt es Kleidung, die mein Guide zum Glück mit hatte.

Nun in Hoi An angekommen, werde ich gleich mal schauen was dieses kleine Städtchen zu bieten hat. Ganz sicher werde ich es Euch berichten. Am 10.02. geht es für mich wieder mit einem Motorrad (dieses mal mit einem Familienunternehmen aus Hue) weiter nach Hue…

Fazit

Danke Jana! Ich bin sehr froh diese Tour gebucht zu haben, abseits der Touristenpfade. Die Menschen sind toll, jeder begrüßt einen herzlich. Die Vietnamesen freuen sich über jeden Touristen, besonders in den Dörfern. Kinder winken einem beim vorbeifahren zu und rufen „Hello“. Wirklich unbeschreiblich schön.

Mein Tipp: Nimmt Luftballons für die Kinder mit, diese sind leicht und nehmen nicht viel Platz weg. Das stahlen in den Augen der Kinder werdet Ihr nicht vergessen.

Lak Lake – die Elefantentour ist etwas teurer, wir haben uns für die Kajak Tour entschieden…ein Fehler! Die ist wirklich nicht besonders spektakulär – nehmt den Elefanten, die werden von Ihren Guides auch gut behandelt, so wurde uns gesagt.

Geht unbedingt in einheimischen Restaurants essen, lasst Euch darauf ein.
Unser Motte der Reise war:

„NEVER GO NEVER SEE“
„NEVER TRY NEVER KNOW“

E-Mail meines Guides Lan:

„ngo_lan47@yahoo.com“

Guide von Gareth:
„famhoan@hotmail.com

Ich kann beide empfehlen, sie geben sich sehr viel Mühe, euch das Land, die Leute und das einheimische Leben zu zeigen. Beide fahren sehr vorsichtig und vorausschauend!

http://vietnameasyridertours.com