Easy Riders Tour

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Geplant war eine 5 tätige Tour von Ho Chi Minh nach Nah Trang, was sich allerdings am 3. Abend ändern sollte.

Früh am Morgen des 31.01.2015 sollte es um 8:30 Uhr los gehen. Um kurz nach 8 Uhr also Frühstück bestellt, um 8:10 Uhr stand dann auch schon Lan vor mir, mein Guide von den Easy Riders.
Mein Frühstück war zu dem Zeitpunkt allerdings noch nicht da. Sehr sympathisch meinte Lan „Take your Time“, super! so kanns weiter gehen. 🙂

Ca. 25 km von HCM entfernt findet man die Cu Chi Tunnels.
In diesen konnten Widerstandskämpfer untertauchen und nach Guerillataktik Anschläge gegen südvietnamesische und amerikanische Truppen durchführen.
Das Tunnelsystem ist 220 km lang und Labyrinth artig aufgebaut. Falls ein Gegner überhaupt in diese Tunnel passte, hatte er so gut wie keine Chance dort lebendig wieder raus zu kommen.

Die Tunnel sind sogar mehrstöckig und es fand „normales“ Leben darin statt. Kochen, schlafen und sogar Kinder gebären. Wie es dort gerochen haben muss, wollte ich mir nicht weiter vorstellen. Viele starben hier nicht aufgrund der Truppen, sondern an Krankheiten oder der Stiche und Bisse von giftigen Tieren.

Ich war fasziniert wie diese Tunnel nur mit einfachsten Mitteln gebaut werden konnten und wie durchdacht das System war. Diesen Gedanken hatte ich allerdings noch sehr oft auf meiner Tour durch Vietnam.

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Weiter ging es entlang von Reisfeldern, einheimischen Dörfer, wunderschönen Wasserfällen…

Am Abend in Dong Xoai angekommen, gingen Lan und ich in ein lokales Restaurant. Ich entschied mich etwas mit Hähnchen zu nehmen, man muss ja nicht übertreiben, eine Motorrad Tour ist schon aufregend genug.
Lan war dem Reiswein sehr angetan und das gab mir nach und nach ein wenig zu denken. Schließlich ist er mein Fahrer, er erzählte mir dann nebenbei, das er im Vorleben Gangster war. Nein wie beruhigend! Wir wurden gleich am ersten Abend von einer einheimischen Frau in Ihr Haus eingeladen. Irgendwie war mir das ungeheuer…mit einer fremden einheimischen Frau und einem ehemaligen Gangster durch dunkle Gassen bis zu Ihr nach Hause zu gehen.
Nun gut, ich hatte mein Pfefferspray dabei, also auf ins Abenteuer.

Die nette Frau machte uns etwas zu essen. Da weder Lan noch die Frau davon aßen, tat ich es Ihnen gleich. Unhöflich oder nicht, sicher ist sicher.

Der Abend ging gut aus und Lan fuhr am nächsten Tag auch ganz sicher weiter. Mir wurde sehr viel gezeigt und erklärt, wie Cashew Nut’s wachsen und für den Verkauf weiter bearbeitet werden. Früher konnten die Vietnamesen übrigens mit Cashew Nut nichts anfangen. Sie haben erst vom Tourismus gelernt, dass Cashew Nut’s zum einen eine gute Einnahmequelle sind und zum anderen auch noch lecker.

Kaffeeplantagen sehen nicht nur schön aus, die Blüten riechen auch sehr gut. Vietnamesen stellen so ziemlich alles selber her und ich habe den Eindruck, sie essen auch alles, was man essen kann.

In Dak Mil durfte ich mit zu Lan’s Familie, seine Mutter, sein Bruder, seine Schwägerin und drei Kinder…keiner wusste das wir sie besuchen kommen. Die Familie war erstaunt, dass wir vor Ihrer Tür standen, haben uns aber sofort freudig begrüßt. Lan hatte seiner Familie nichts über unser kommen gesagt, da sie ansonsten für 20 Personen auftischen würden und das wäre nun wirklich übertrieben. Auch so, wurde eine Menge serviert und das Essen war köstlich.

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Weiter ging es nach Lak Lake, wo wir am Abend auf weitere Easy Riders und Ihre zwei mitreisenden aus England Toby und Gareth treffen sollten. Sie waren gerade dabei Hirn von, ich glaube einem Schwein zu essen und luden mich ein, dass gleiche zu tun. Ich lehnte dankend ab…Gareth schrieb später in mein Buch, dass ich am Anfang etwas schüchtern wirkte. Kann man es mir verübeln? Das Restaurant nur besetzt mit Männern und dann essen die auch noch Hirn?…Es wurde ein sehr lustiger Abend und damit wurde meine Tour dann auch verlängert.

Toby begleitete uns leider nur noch ein kleines Stück, er war auf dem Weg nach HCM. Gareth blieb mir erhalten und er war eine lustige Begleitung für die nächsten Tage. In Gia Lai angekommen, gingen wir in ein einheimisches Restaurant, welches einem Freund unserer Guides gehört. Normalerweise kommen hier keine Touristen her und damit waren wir die absoluten V.I.P’s…Das ist man allerdings fast überall, wenn man abseits der Touristenpfade unterwegs ist. Es war ein entsprechend lustiger Abend, der Chef brachte uns seine besten Speisen und seinen besten Reiswein!
Zurück an unserem Hotel angekommen, hatte auch dieses Hotel ein Gitter vor seiner Eingangstür.
Gut, dass kannte ich ja schon von meinem ersten Hotel in HCM…heißt also dran rütteln, damit geöffnet wird. Nun, in diesen Fall dann wohl nicht, als ich rüttelte, ging gleich die Alarmanlage los 🙂

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Am nächsten Tag, etwas fertig von der Nacht zuvor, weiter nach Kon Tum. Ein Stück über den Ho Chi Minh Trail laufen – ein historisches Gefühl! In einem einheimischen Haus, sehen wie die Menschen Leben, wie freundlich sie einem immer wieder begegnen und die wunderschöne Natur genießen.
Mit großen Augen haben die Kinder unsere aufgeblasenen Luftballons bestaunt, die wir mitbrachten.
Damit wurde dann ganz sicher den ganzen Tag mit großer Freude gespielt.

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Über den Regenwald ging es zur nächsten Station Kham Du, etwas regnerisch aber dafür gibt es Kleidung, die mein Guide zum Glück mit hatte.

Nun in Hoi An angekommen, werde ich gleich mal schauen was dieses kleine Städtchen zu bieten hat. Ganz sicher werde ich es Euch berichten. Am 10.02. geht es für mich wieder mit einem Motorrad (dieses mal mit einem Familienunternehmen aus Hue) weiter nach Hue…

Fazit

Danke Jana! Ich bin sehr froh diese Tour gebucht zu haben, abseits der Touristenpfade. Die Menschen sind toll, jeder begrüßt einen herzlich. Die Vietnamesen freuen sich über jeden Touristen, besonders in den Dörfern. Kinder winken einem beim vorbeifahren zu und rufen „Hello“. Wirklich unbeschreiblich schön.

Mein Tipp: Nimmt Luftballons für die Kinder mit, diese sind leicht und nehmen nicht viel Platz weg. Das stahlen in den Augen der Kinder werdet Ihr nicht vergessen.

Lak Lake – die Elefantentour ist etwas teurer, wir haben uns für die Kajak Tour entschieden…ein Fehler! Die ist wirklich nicht besonders spektakulär – nehmt den Elefanten, die werden von Ihren Guides auch gut behandelt, so wurde uns gesagt.

Geht unbedingt in einheimischen Restaurants essen, lasst Euch darauf ein.
Unser Motte der Reise war:

„NEVER GO NEVER SEE“
„NEVER TRY NEVER KNOW“

E-Mail meines Guides Lan:

„ngo_lan47@yahoo.com“

Guide von Gareth:
„famhoan@hotmail.com

Ich kann beide empfehlen, sie geben sich sehr viel Mühe, euch das Land, die Leute und das einheimische Leben zu zeigen. Beide fahren sehr vorsichtig und vorausschauend!

http://vietnameasyridertours.com

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