Wanaka – Franz Josef Glacier – Punakaiki

Queenstown habe ich schweren Herzens verlassen und mich auf den Weg nach Wanaka begeben. Wanaka ist die kleine Tochter von Queenstown oder vielleicht auch eher die erwachsene Schwester. Hier könnt Ihr ebenso Euren Drang nach Aktivitäten nachgeben, wie auch in Queenstown, nur geht es hier etwas ruhiger und erholsamer zu. Da ich mich so langsam zum Ende meiner Reise auf der Südinsel begeben muss, habe ich hier nur eine Nacht verbracht. Wanaka hat sicherlich mehr verdient.

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Der Franz Josef Glacier ist nach Franz Josef I. von Österreich benannt und ist ein ca. 10 km langer Gletscher. Mit einem kostenlosen Walk kommt Ihr leider nicht auf das Eis, dennoch ist der Anblick beeindruckend. Ein Walk auf dem Eis kostet Euch ab 325 NZ Dollar aufwärts. Ganz sicher eine spektakuläre Erfahrung, da ich aber gern noch einen Skydive und ähnliche Dinge auf meiner Reise machen möchte, habe ich mir die Begegnung mit dem Eis erspart. Wer weiß, vielleicht komme ich ja noch nach Alaska :-).

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Auf den Weg nach Punakaiki wurde ich der Natur langsam überdrüssig, bis sich mir eine unglaublich schöne Kulisse eröffnete. Ich habe meine Meinung binnen Sekundenbruchteile wieder geändert. Neuseeland, du überrascht mich auch jetzt noch mit deiner Schönheit.

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Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Punakaiki sind die „Pancake Rocks“, wie diese entstanden sind, könnt Ihr hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Pancake_Rocks

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Es gibt ebenso tolle Walks in Punakaiki. Ja ich muss zugeben, ich laufe sehr gerne durch die Natur Neuseelands, selbst das Bergwandern macht mir mittlerweile sehr viel Spaß.

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Um meine Haushaltskasse aufzufüllen, habe ich mich auf den Spuren der Goldgräber begeben und mir die „Mitchells Gully Gold Mine“ angesehen. Zuletzt wurde im Jahre 1914 dort gegraben, heute ist es ein Familienunternehmen mit spannender Geschichte. Gold habe ich leider keins gefunden, auch wenn ich jeden einzelnen Gang gründlich untersucht habe.

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Fazit:

Wanaka hat mehr Zeit verdient.

Fox und Franz Josef Glacier sind beeindruckend. Ihr könnt in Franz Josef auch den höchsten Skydive Neuseelands machen, wenn das Wetter mitspielt. Ich habe einige Traveler getroffen die eine Tour auf dem Eis gemacht haben und darüber begeistert waren. Flug und Walk sind ab 325 NZ Dollar zu buchen.

Die „Mitchells Gully Gold Mine“ weckt die Goldgräberstimmung!

Invercargill – Te Anau – Milford Sound – Glenorchy – Queenstown

Auf meinem Weg nach Invercargill habe ich am Curio Bay übernachtet. Mit Glück, so wurde mir gesagt, kann man hier die Polarlichter sehen. So viel Glück hatte ich leider nicht, die Aussicht war trotz allem schön.

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Invercargill war schnell erreicht und damit nur ein Zwischenstopp. Eine schöne Kleinstadt in der ich es nicht lassen konnte, mich in den Läden umzusehen. Ich habe tatsächlich nichts gekauft, zum einen sind die Preise gesalzen und die Mode eher „Old-Fashion“.

In Te Anau wollte ich einen Teil des Kepler Tracks laufen. Der Track ist sehr Wetter abhängig und scheinbar wollte das Wetter nicht, dass ich mich auf diesen Pfad begebe. Somit habe ich eine Tour auf den Milford Sound gebucht.

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Am nächsten Tag ging es nach Glenorchy, der Weg dorthin ist wunderschön. Einer der „Great Walks“ ist hier zu finden, der „Routeburn Track“. Die Umgebung um Glenorchy ist in vielen Verfilmungen zu sehen, so auch in „Herr der Ringe“.

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Nach so viel Erholung wurde es Zeit für die aktionsreiche Stadt Queenstown. Die meisten bleiben hier länger als geplant, so auch ich. Besonders gefreut habe ich mich über das Wiedersehen mit Gareth. Ihr habt diesen Namen schon einmal gelesen, wir trafen uns auf unserer Tour mit den Easy Riders in Vietnam und zufällig kreuzten sich unsere Wege nun auch hier in Neuseeland.

In Queenstown könnt ihr Fallschirmspringen, Bungee Springen, Paragleiten, oder, oder, oder…es gibt hier kaum etwas, was nicht möglich ist. Hier solltet Ihr Eure Budgetgrenze weit nach oben schrauben, denn auch das Nachtleben und die Übernachtungsmöglichkeiten sind entsprechend teuer. Es gibt einen Campingplatz, 12 km außerhalb der Stadt. Nur wer möchte Abends noch 12 km weit zur Übernachtung fahren? 🙂

Wir haben die etwas günstigeren und dennoch spassbringenden Aktivitäten gewählt. Sind mit einer Art Kettcar den Berg 3x runter gerast, haben einen guten Walk hinter uns gebracht und den besten Burger der Welt bei „Fergburger“ gegessen.

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Das mit dem besten Burger ist nicht nur so dahergesagt. Da das Ding mächtig viele Kalorien hat, wurde am nächsten Tag ein Mountain Bike gemietet.

40 km in 5 1/2 Std sagt glaube ich alles! Könnt Ihr Euch die Mountainbike Strecken in Neuseeland vorstellen? Es gibt normale asphaltiere Radwege, Schotterwege, sehr schmale Feldwege, Geröll und Stein…einfach alles. Es geht steil bergauf und bergab.

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Ich kann euch nicht sagen wie oft ich F…ck gesagt habe, ich war zum Schluss wirklich völlig am Ende meiner Kräfte. Im Wald habe ich komplett den Überblick verloren. Den rechten Weg habe ich nach einer Weile umherirren wieder gefunden, der arme Gareth war vom warten nur schon völlig durchgefroren.

Zurück gab es erst einmal ein Guinness, schließlich war St. Patricks Day.

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Ich teile hier einen Link der Gareth sehr am Herzen liegt. Gareth musste im letzten Jahr ein schweres Schicksal hinnehmen, er verlor seine erst 37 Jahre alte Frau an „ovarian cancer“ (Eierstockkrebs). Er ist einer der herzlichsten Menschen die ich kenne und daher möchte ich ihn hiermit unterstützen. Seine Sichtweise auf die Welt ist heute eine andere, er genießt alles was er tut und Heidi, seine Frau, ist in seinem Herzen bei ihm. Ich habe viel aus seiner Sichtweise auf das Leben gelernt.

Charity:
https://mydonate.bt.com/fundraisers/garethjones4

Fazit:

Eine Milford Sound Tour mit JUCY Cruise ist die günstigste Wahl. Hört Euch um, in manchen Holiday Parks gibt es Ermäßigungen.

Queenstown, für mich eine tolle Stadt mit extrem vielen Möglichkeiten. Ob nun Walks, Bungee Jumps, Skydives oder Mountainbiken und vieles mehr, einfach alles ist hier möglich.

Unbedingt einen Burger bei „Fergburger“ essen.

Wenn Ihr wollt und die Möglichkeit habt, Gareth bei seiner Spendenaktion zu unterstützen, wäre das großartig. Vielen Dank!

Oamaru – Moeraki – Dunedin

Wer eine Pause braucht sollte nach Oamaru fahren.
Hier steht die Zeit still, ich habe selten ein idyllischeren Ort gesehen. Die Architektur ist beeindruckend.
Für mich war dieser Ort ein Stopp auf meiner Reise nach Dunedin.

In Oamaru kann man mit Glück auch „Blue Penguins“ am Strand bzw. Hafen bestaunen.

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Ein weiterer Halt folgte in Moeraki am Koekohe Beach. Hier liegen riesige Steinkugeln am Strand. Ich habe keine Ahnung was diese Murmeln zu bedeuten haben, meiner Meinung nach sind das versteinerte Saurier Eier und ich bin mir nicht sicher, ob da nicht irgendwann doch noch einmal was schlüpft :-).

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Dunedin habe ich am Abend erreicht und wollte eine Nacht bleiben, da es hier aber doch sehr viel zu erleben gibt, habe ich gleich am ersten Abend entschieden 2 Nächte daraus zu machen.

Was soll ich sagen, von Dunedin bin ich tatsächlich hin und weg. Die Stadt selber habe ich mir noch nicht einmal ganz genau angesehen. Ich habe es vorgezogen mir Seelöwen am „Allans Beach“ und Pinguine in der Nähe vom „Royal Albatross Centre“ anzusehen.

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Wenn man die Signal Hill Rd hoch fährt, hat man einen Rundumblick über Dunedin.

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Die Baldwin Street ist die steilste Strasse der Welt mit einer Steigung von ca. 35%.

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Die Atmophäre in dieser Stadt ist speziell und wenn ich nicht noch mehr von Neuseeland sehen wollen würde, hätte ich hier glatt noch einige Tage verbracht.

Fazit:

Ein Halt in Oamaru und Moeraki einplanen.

Dunedin: unbedingt hin!
Ihr könnt zusätzlich noch gut zum St. Clair Beach um zu surfen oder macht den Tunnel Beach Track (Invercargill via Southern Scenic Route)

Gewohnt habe ich im „On Top Backpackers Hostel“ sehr Zentral gelegen und Ihr könnt ganz in der Nähe kostenlos Parken (Umgebung von York Pl. – Smith St).

Der Campingplatz hier ist nur 3-4 NZ Dollar günstiger, daher habe ich mich fürs Bett anstatt für den Autositz entschieden 🙂

Christchurch – Lake Tekapo – Aoraki „Mt. Cook“

Angekommen in Christchurch ging es mit dem Bus zu meiner Unterkunft. Meine erste „Couchsurfing“ Erfahrung sammeln.
Christchurch Sydenham sollte für die nächsten 4 Tage meine Heimat sein. Ich wollte überhaupt nicht so lange in Christchurch bleiben, denn so viel zu sehen gibt es hier nicht aber manchmal kommt es eben anders…

Mein Couchsurfing Host „Paul“ war zu der Zeit meiner Ankunft noch arbeiten, sein Sohn George war jedoch da, zudem noch July und „Prinzess“, beide ebenfalls Couchsurfer. Mir wurde ein herzlicher Empfang bereitet, ich durfte erst einmal ankommen und George kochte für uns. Paul kam am späten Abend und ich wurde gut gelaunt begrüßt. Paul ist 58 Jahre und er hatte sich extra die nächsten 3 Tage frei genommen. Paul ist zudem leidenschaftlicher Segler, somit hatten wir drei Mädels das große Glück an einem Segeltörn in Akaroa teilzunehmen – Delfine in freier Natur inklusive!

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Am 3. Tag wollte ich weiter, mal eben schnell ein Mietwagen buchen, ein Anruf und los…
Leider hatte ich nicht bedacht, dass in Christchurch gerade der Cricket World Cup stattfindet und zudem das Maui Festival bevorstand. Ein Auto mieten konnte man zwar noch, jedoch sollte man darauf dann 5 Tage warten.

Was macht man, wenn man keine 5 Tage auf einen Mietwagen warten möchte und nur 6 Wochen für Neuseeland eingeplant hat?… Genau richtig, man kauft sich ein Auto!

Normalerweise braucht man für die Suche nach einem Auto ca. eine Woche, bei mir ging das ganze in 3 Stunden. Man muss einfach auch mal spontan sein 🙂
Gott sei Dank ist meine Verkäuferin Chloe extrem freundlich und wartet geduldig auf Ihr Geld. Meine Banken fanden es nicht so witzig, dass ich eine größere Summe auf einmal abholen wollte und die ATM’s in Neuseeland sind auf 800 NZ Dollar beschränkt. Es wurden also erst einmal meine Karten gesperrt. Normalerweise ist die Abhebung über meine Kreditkarte kein Problem, es gibt jedoch ein Sicherheitsparameter der automatisch greift, wenn dem System irgend etwas seltsam vorkommt. Aus dem Ausland eine Überweisung nach Frankreich tätigen stellt sich auch als eine Herausforderung dar, auch das hat nicht funktioniert.

Wie dem auch sei, das Auto hatte ich nun schon. Chloe nur nicht Ihr Geld, zumindest nicht alles. Meine liebe Schwester hat die Angelegenheit am Ende von Deutschland aus geregelt. Danke mein liebes Schwesterherz!

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Auf zum Lake Tekapo – wunderschön, ich bin gerade noch rechtzeitig bevor es dunkel wurde angekommen. Bis ich ein Camping Platz gefunden hatte war es dann allerdings schon Nacht. Es gibt für alles Apps, blöd nur, wenn sich das Handy ständig aufhängt.
Mein Handy mit deutscher SIM funktioniert wunderbar, dass Handy mit NZ SIM hängt sich ständig auf und da ich auf diesem Handy Datenroaming nutzen kann, ist das mal eher schlecht. Ich muss mir da wohl was einfallen lassen.

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Geschlafen wird im Auto…Beifahrersitz nach hinten klappen, für einen Hobbit wie ich es bin, passt das ganz gut. Ich habe einfach keine Lust, jedes mal das Zelt auf und abzubauen :-).

Aoraki „Mt. Cook“ was für eine Herausforderung. Mein lieber guter Freund Christian, du weißt wie ich zum Thema „Bergwanderung“ stehe und wie viel Spass mir das ganze macht. Nun gut, in Neuseeland gehört das einfach dazu. Am ersten Tag habe ich eine etwas leichtere Tour mit „Flo“ gemacht, den hatte ich zuvor als Anhalter mitgenommen. Das ist hier überhaupt kein Thema, meist handelt es sich ebenfalls um Backpacker, die von A nach B kommen wollen. Keine Angst meine lieben, ich hatte Pfefferspray dabei und „Flo“ war zarte 19 Jahre alt ;-).

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Der Aoraki oder auch „Mt. Cook“ genannt hat eine Höhe von 3.754 m und ist damit der höchste Berg Neuseelands. Der Müller Hut Track endet in einer Höhe von 1800 m und beginnt schon einmal mit 1800 Treppen die es zu erklimmen gilt. Nach ca. 1 1/2 – 2 Stunden kommt man an einem Aussichtspunkt an und glaubt mir, ich habe mich mächtig gefreut! Bis ich mich umschaute und sah, dass es noch weiter nach oben ging. Der weitere „Weg“ führt zickzack über Felsen und Geröll.

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Ich habe mindestens 10x überlegt aufzugeben und einfach wieder abzusteigen. Es kommen einen aber immer wieder Bergsteiger entgegen, die einen ermutigen weiter zu klettern und irgendwie wollte mein Ehrgeiz auch nicht zurück. Oben angekommen hat man eine unglaubliche Aussicht und Schneelawinen sind keine Seltenheit, auch ich konnte die Erderwärmung quasi live beobachten.

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Der Abstieg ging im Vergleich schnell von statten. Ich wollte einfach nur noch runter, sitzen und Wasser trinken. Ich hatte zwar 1 1/2 Liter mit genommen, die waren aber für diesen Aufstieg kaum ausreichend. Auf meinem Weg ins Tal habe ich dann noch Shantilal getroffen, ein Inder der in Chicago wohnt. Er meinte ich sei etwas verrückt, mir als ersten Track genau diesen rauszusuchen und mir ein Auto für einen 6 Wochen Aufenthalt in Neuseeland zu kaufen und darin dann auch noch zu schlafen. Ich denke er hat mich gleich richtig eingeschätzt :-). Auf jeden Fall treffen wir uns auf einen Kaffee in Chicago :-).

An dieser Stelle auch noch einen lieben Gruß an Lukas und Simon, ich hoffe Ihr habt schnell noch eine weitere Mitfahrgelegenheit gefunden.

Fazit:

Ein Mietwagen sollte man frühzeitig buchen, vor allem wenn gerade der Cricket World Cup stattfindet.

Meine erste Couchsurfing Erfahrung war geradezu grandios, es ist in Neuseeland aber eher schwierig eine Unterkunft über Couchsurfing zu bekommen. Es gibt einfach zu viele Backpacker hier.

Vielleicht sollte man vorher doch etwas mehr trainieren, bevor man sich den Aoraki „Mt. Cook“ vornimmt, meine Beine waren ganz schön zittrig 🙂

Drei Tage Bangkok

Mit dem Bus von Sihanoukville nach Bangkok dauert es 12 Stunden…angeblich! 🙂

Nein dauert es nicht, ich habe bisher noch keinen getroffen, der mit dem Bus von Sihanoukville nach Bangkok NUR 12 Stunden benötigt hat.

Es ging früh um 7:15 Uhr los, erst einmal zur Busstation von Otres nach Sihanoukville, um 8 Uhr dann Abfahrt. Der Beginn einer Busfahrt ist meist ruhig, es ist einfach zu früh und die meisten Leute wollen schlafen…Ein russischer Fahrgast der hinter mir saß, wollte von seinem Sitznachbarn zunächst einmal Wissen, ob er das Buch „Shades of Grey“ gelesen hatte. Wie bitte kommt man darauf eine solche erste Frage an jemanden zu stellen? Ich habe amüsiert zugehört. Die zweite Frage folgte mit „Was muss passieren, damit Du dich verliebst?“ … ich glaube erst die fünfte Frage war eine der üblichen „wie heißt Du und wo kommst Du her“. Auf jeden Fall mal interessante Fragen und es macht Spaß anderen zuzuhören.

Angekommen an der Grenze geht es etwas turbulent her, man muss hier schon ein klein wenig den Überblick bewahren. Es gibt Helfer die einem den Pass abnehmen und sich um den Ausreisestempel kümmern wollen, was ca. 10 Minuten schneller geht, da die Helfer am Schalter vorgezogen werden. Natürlich lassen die sich dafür auch bezahlen. Also investiert lieber Eure 10 Minuten und stellt Euch an, glaubt mir, mit den 10 Minuten Wartezeit seit Ihr gut bedient auf dieser Reise, es ist definitiv die kürzeste Wartezeit auf Eurer Reise nach Bangkok.

Also erst einmal die Ausreise, dann zu Fuß rüber nach Thailand und einreisen.

Weiter geht es zum Minibus und los…Ne so einfach los ist auch hier nicht. Der Bus muss erst einmal voll werden. Ist zwar nur ein Minibus, aber das ganze Aus-und Einreisen benötigt für jeden seine Zeit und somit kann man hier dann schon einmal locker eine Stunde liegen lassen bis der Bus voll ist.  Das schöne an diesen Situationen? Alle Mitreisenden regen sich ein klein wenig auf und man kommt ins Gespräch.

Nun durchstarten nach Bangkok…
…Denkste! Es gibt noch einmal einen Rastplatz, dieses Mal wird von einem Minibus in einem Reisebus gewechselt…Auch dieser will erst einmal gefüllt werden. Spätestens jetzt ist der Spass unter der Gemeinschaft ganz groß 🙂 …Wir hatten zunächst überlegt, zusammen zu schmeißen und uns einen Minibus zu Mieten, um schneller weiter zu können…Die Überlegung wurde allerdings verworfen, da sich nicht genug Mitstreiter gefunden hatten, bzw. einige bevorzugten eine Art Tuck Tuck zu nehmen. Ein Tuck Tuck für eine 5 bis 6-stündige Fahrt macht bestimmt Laune.

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Nun gut, für uns ging es nach ca. 1 1/2 Std. Wartezeit weiter bis nach Bangkok. Ich hatte wirklich Glück mit meinen Mitreisenden und die Fahrt war im Nachhinein sehr lustig. Der Busfahrer oder Platzanweiser war eine Art Drill Instructor, zwei hinter uns sitzende mussten auf unseren Platz wechseln und wir „Iran“ und ich mussten uns dahinter setzen. Den Sinn hatte keiner von uns verstanden, die Ansage des Drill Instructors war allerdings sehr deutlich und eine Widerrede wurde nicht akzeptiert 🙂

Ich lernte noch zwei deutsche kennen, Denis und Niki und auch alle Übrigen Fahrgäste waren lustige Begleiter. Zwischendurch wurde uns löslicher Kaffee gebracht, worüber wir uns alle sehr freuten (der Drill Instructor konnte also doch nett sein). Zu dem löslichen Kaffee gab es dann kaltes Wasser. Wohl zu früh gefreut, kein einziger Fahrgast hat sich gewagt diese Mischung zu probieren 🙂 .

Nach ca. 15 1/2 Std. Fahrt sind wir in Bangkok angekommen. Ich schloss mich Denis und Niki an, wir hatten alle noch kein Zimmer in Bangkok aber man findet immer etwas. Denis und Niki wohnten gleich gegenüber von meinem Hotel und so verbrachten wir auch in den nächsten Tagen einige Zeit miteinander.

Ich bin am nächsten Tag erst einmal zu meinem Friseur in die City gefahren (Straße gegenüber des Siam Centers – Richtung Hard Rock Cafe). Ich war bisher 4x in Bangkok und ich glaube schon 7x bei diesem Friseur :-). Die Preise sind allerdings europäisch und somit spart man hier nichts. Es gibt sehr viel günstigere Friseure in Bangkok, ich bin mit meinem aber bisher immer zufrieden gewesen und Frauen und Friseur ist ja immer so eine Sache.

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Nach dem zweiten Tag ist auch Robert, ein Freund von Denis und Niki zu uns gestoßen, er ist ebenfalls mit dem Bus aus Sihanoukville angereist und hatte noch sehr viel länger gebraucht – ich glaube so 18-19 Stunden, also hatten wir ja quasi noch einmal Glück gehabt. Wir haben uns am Abend über die Khaosan Road gewagt.

Ich war 2006 zum ersten Mal hier und habe die Khaosan Road geliebt, heute muss ich mir eingestehen, dass diese Liebe vergänglich ist. Es ist ein einziger Rummelplatz geworden, bei dem jedes Lokal sich mit der Lautstärke seiner Musik übertönen möchte…Schade Khaosan, für mich dann doch lieber die etwas ruhigeren Nebenstraßen.

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Zum Glück war ich am Wochenende in Bangkok und so konnte ich auf dem Chatuchak-Markt der mir zuvor schon von meiner Thailand-Beraterin Nadine empfohlen wurde. Liebe Nadine Du hast recht, hier muss man hin und wenn ich nicht noch weiter reisen würde und das ganze Zeug nicht schleppen müsste, hätte ich hier ganz bestimmt um einiges mehr zugeschlagen.

Wir sind mit dem Bus zum Markt, der 542 fährt von einer Seitenstraße der Khaosan Road zum Markt und kostet 14 Baht. Der Bus wurde uns von einem Tuck Tuck Fahrer empfohlen, es gibt also auch sehr ehrliche unter Ihnen.
Ich war mit Robert und Denis auf dem Markt und ja es gibt Männer, die länger und mehr shoppen können als Frauen :-).

Next Fly…Christchurch – Neuseeland

Fazit:

Eine Busfahrt von Sihanoukville nach Bangkok ist anstrengend, mit solchen Mitreisenden wie ich sie hatte aber echt lustig. Die Busfahrt dauert definitiv länger als 12 Stunden!

Bangkok heißt lieben oder hassen! Ich liebe Bangkok noch immer, auch wenn die Khaosan nicht mehr zu meiner großen Liebe gehört.

Mein Friseur ist sehr gut, für thailändische Verhältnisse allerdings teuer.

Chatuchak Markt? …Nichts wie hin, wenn Ihr am Wochenende da seid.

Danke an Denis, Robert und Niki für die lustige und tolle Zeit mit Euch! Auch wenn wir es verpasst haben einen Geldschein zu teilen, hoffe ich wir sehen uns wieder!