Christchurch – Lake Tekapo – Aoraki „Mt. Cook“

Angekommen in Christchurch ging es mit dem Bus zu meiner Unterkunft. Meine erste „Couchsurfing“ Erfahrung sammeln.
Christchurch Sydenham sollte für die nächsten 4 Tage meine Heimat sein. Ich wollte überhaupt nicht so lange in Christchurch bleiben, denn so viel zu sehen gibt es hier nicht aber manchmal kommt es eben anders…

Mein Couchsurfing Host „Paul“ war zu der Zeit meiner Ankunft noch arbeiten, sein Sohn George war jedoch da, zudem noch July und „Prinzess“, beide ebenfalls Couchsurfer. Mir wurde ein herzlicher Empfang bereitet, ich durfte erst einmal ankommen und George kochte für uns. Paul kam am späten Abend und ich wurde gut gelaunt begrüßt. Paul ist 58 Jahre und er hatte sich extra die nächsten 3 Tage frei genommen. Paul ist zudem leidenschaftlicher Segler, somit hatten wir drei Mädels das große Glück an einem Segeltörn in Akaroa teilzunehmen – Delfine in freier Natur inklusive!

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Am 3. Tag wollte ich weiter, mal eben schnell ein Mietwagen buchen, ein Anruf und los…
Leider hatte ich nicht bedacht, dass in Christchurch gerade der Cricket World Cup stattfindet und zudem das Maui Festival bevorstand. Ein Auto mieten konnte man zwar noch, jedoch sollte man darauf dann 5 Tage warten.

Was macht man, wenn man keine 5 Tage auf einen Mietwagen warten möchte und nur 6 Wochen für Neuseeland eingeplant hat?… Genau richtig, man kauft sich ein Auto!

Normalerweise braucht man für die Suche nach einem Auto ca. eine Woche, bei mir ging das ganze in 3 Stunden. Man muss einfach auch mal spontan sein 🙂
Gott sei Dank ist meine Verkäuferin Chloe extrem freundlich und wartet geduldig auf Ihr Geld. Meine Banken fanden es nicht so witzig, dass ich eine größere Summe auf einmal abholen wollte und die ATM’s in Neuseeland sind auf 800 NZ Dollar beschränkt. Es wurden also erst einmal meine Karten gesperrt. Normalerweise ist die Abhebung über meine Kreditkarte kein Problem, es gibt jedoch ein Sicherheitsparameter der automatisch greift, wenn dem System irgend etwas seltsam vorkommt. Aus dem Ausland eine Überweisung nach Frankreich tätigen stellt sich auch als eine Herausforderung dar, auch das hat nicht funktioniert.

Wie dem auch sei, das Auto hatte ich nun schon. Chloe nur nicht Ihr Geld, zumindest nicht alles. Meine liebe Schwester hat die Angelegenheit am Ende von Deutschland aus geregelt. Danke mein liebes Schwesterherz!

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Auf zum Lake Tekapo – wunderschön, ich bin gerade noch rechtzeitig bevor es dunkel wurde angekommen. Bis ich ein Camping Platz gefunden hatte war es dann allerdings schon Nacht. Es gibt für alles Apps, blöd nur, wenn sich das Handy ständig aufhängt.
Mein Handy mit deutscher SIM funktioniert wunderbar, dass Handy mit NZ SIM hängt sich ständig auf und da ich auf diesem Handy Datenroaming nutzen kann, ist das mal eher schlecht. Ich muss mir da wohl was einfallen lassen.

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Geschlafen wird im Auto…Beifahrersitz nach hinten klappen, für einen Hobbit wie ich es bin, passt das ganz gut. Ich habe einfach keine Lust, jedes mal das Zelt auf und abzubauen :-).

Aoraki „Mt. Cook“ was für eine Herausforderung. Mein lieber guter Freund Christian, du weißt wie ich zum Thema „Bergwanderung“ stehe und wie viel Spass mir das ganze macht. Nun gut, in Neuseeland gehört das einfach dazu. Am ersten Tag habe ich eine etwas leichtere Tour mit „Flo“ gemacht, den hatte ich zuvor als Anhalter mitgenommen. Das ist hier überhaupt kein Thema, meist handelt es sich ebenfalls um Backpacker, die von A nach B kommen wollen. Keine Angst meine lieben, ich hatte Pfefferspray dabei und „Flo“ war zarte 19 Jahre alt ;-).

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Der Aoraki oder auch „Mt. Cook“ genannt hat eine Höhe von 3.754 m und ist damit der höchste Berg Neuseelands. Der Müller Hut Track endet in einer Höhe von 1800 m und beginnt schon einmal mit 1800 Treppen die es zu erklimmen gilt. Nach ca. 1 1/2 – 2 Stunden kommt man an einem Aussichtspunkt an und glaubt mir, ich habe mich mächtig gefreut! Bis ich mich umschaute und sah, dass es noch weiter nach oben ging. Der weitere „Weg“ führt zickzack über Felsen und Geröll.

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Ich habe mindestens 10x überlegt aufzugeben und einfach wieder abzusteigen. Es kommen einen aber immer wieder Bergsteiger entgegen, die einen ermutigen weiter zu klettern und irgendwie wollte mein Ehrgeiz auch nicht zurück. Oben angekommen hat man eine unglaubliche Aussicht und Schneelawinen sind keine Seltenheit, auch ich konnte die Erderwärmung quasi live beobachten.

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Der Abstieg ging im Vergleich schnell von statten. Ich wollte einfach nur noch runter, sitzen und Wasser trinken. Ich hatte zwar 1 1/2 Liter mit genommen, die waren aber für diesen Aufstieg kaum ausreichend. Auf meinem Weg ins Tal habe ich dann noch Shantilal getroffen, ein Inder der in Chicago wohnt. Er meinte ich sei etwas verrückt, mir als ersten Track genau diesen rauszusuchen und mir ein Auto für einen 6 Wochen Aufenthalt in Neuseeland zu kaufen und darin dann auch noch zu schlafen. Ich denke er hat mich gleich richtig eingeschätzt :-). Auf jeden Fall treffen wir uns auf einen Kaffee in Chicago :-).

An dieser Stelle auch noch einen lieben Gruß an Lukas und Simon, ich hoffe Ihr habt schnell noch eine weitere Mitfahrgelegenheit gefunden.

Fazit:

Ein Mietwagen sollte man frühzeitig buchen, vor allem wenn gerade der Cricket World Cup stattfindet.

Meine erste Couchsurfing Erfahrung war geradezu grandios, es ist in Neuseeland aber eher schwierig eine Unterkunft über Couchsurfing zu bekommen. Es gibt einfach zu viele Backpacker hier.

Vielleicht sollte man vorher doch etwas mehr trainieren, bevor man sich den Aoraki „Mt. Cook“ vornimmt, meine Beine waren ganz schön zittrig 🙂

Ein Gedanke zu “Christchurch – Lake Tekapo – Aoraki „Mt. Cook“

  1. Hi Tanja,
    ich sitze hier am frühen Morgen und schaue mir diese unglaublich schönen Bilder an.
    Dass Du wahnsinnig bist, wusste ich ja schon immer aber dass Du das so straight durchziehst… 🙂
    Zu Deiner Info: Hier ist es im Moment 2 Grad kalt und es ist nebelig. 😦
    ich wünsche Dir noch viel mehr solcher Erlebnisse auf Deiner Reise.
    Schon mal überlegt, nach Deiner Rückkehr einen Bildband zu veröffentlichen? 🙂
    Ganz viele liebe Grüße
    Stephan

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