Outback Part Three

Highway! Noch nie war es so schön wieder festen Boden unter dem Auto zu spüren. Nun war es soweit, dass Wahrzeichen Australiens nicht mehr weit entfernt, Uluru here we are. Es war allerdings schon spät und dunkel somit beschlossen wir, uns einen geeigneten Platz zum Schlafen zu suchen.

An verschiedenen Orten sind wir bereits Aborigines begegnet. Ich hatte immer die Vorstellung von freundlichen Einheimischen, die ein wenig an Indianer erinnern, weit gefehlt! Aborigines machen mir Angst, zumindest viele von Ihnen. Ein Großteil verbringt den Tag mit Alkohol, Arbeitslosigkeit und Kriminalität. Es gibt zwar ein Limit für das Kaufen von Alkohol,  scheint nur nicht viel zu nutzen.

Auf unserem Weg durch die Nacht Richtung Uluru befand sich ein Auto am Strassenrand, alles deutete auf eine Autopanne hin, einige Aborigines standen am Wagen ein weiterer auf der Strasse, dieser gestikulierte mit seinen Händen um uns zum Anhalten zu bewegen. Laura und ich waren uns einig, sagten gleichzeitig und spontan zu Simone der am Steuer saß „go, go, go“.  Simone tat wie im geheißen und der Wagen der zuvor noch den Anschein einer Autopanne machte, folgte uns!

Nach einigen Kilometern wurde die Verfolgung aufgegeben, die Szene erweckte allerdings Unbehagen, ich schlief im Auto, das Rückfenster war nicht zu schließen, die Mülltüte war wohl kein besonders sicherer Schutz. Simone und Laura schliefen im Zelt, was nun auch nicht mehr Sicherheit versprach. In dieser Nacht konnte ich sehr schlecht schlafen, ich wachte auf und die Mülltüte war zur hälfte heruntergeklappt. Mein Herz pochte und ich horchte auf, nichts war zu hören, ich brauchte einige Zeit um aus dem Auto zu steigen und die Mülltüte wieder am Auto zu befestigen. Der Wind hatte diese gelockert. Das ganze wurde von einen Albtraum getoppt, indem ein Aborigine sich im Auto befand und an meiner Tasche zerrte…ich schrie nur „help, help“, ja tatsächlich in Englisch, so weit ist es schon…

Wir erreichten Uluru am späten Nachmittag des nächsten Tages, der Eintritt für drei Tage im Nationalpark kostet pro Person 25 Dollar (AUD). Wir hatten nichts besseres zu tun, als uns mit unserem Auto vor Uluru zu stellen Pasta zu kochen und italienisches Brot zu backen. Fairer Weise muss man sagen das überwiegend Laura und Simone gekocht habe, ich habe es bevorzugt den Abwasch zu machen.

Den Sonnenauf.- und Sonnenuntergang wollten wir uns am nächsten Tag ansehen, was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten, ist das es dazu nicht kommen würde. Laura wurde krank und das Wetter machte zusätzlich einen Strich durch die Rechnung. Ich hätte klar auch alleine zum Nationalpark fahren können, es hat jedoch so stark geregnet, das ich es bevorzugt habe ebenfalls auszusetzen.

Laura ging es am nächsten Tag nicht sonderlich besser, dem Wetter auch nicht. Guten Mutes fuhren wir trotzdem zum Nationalpark, wo es nicht nur Uluru sondern auch Kata Tjuta zu bestaunen gibt, für mich sehr viel beeindruckender bei freier Sicht. An unserem Tag war es stark bewölkt, eine Sicht quasi nicht vorhanden, daher gibt es leider keine Fotos von Kata Tjuta.

Da unser Auto noch immer heiß lief, auffällig nach Benzin roch, das Rückfenster weiterhin nicht zu schließen und nun auch noch die Motorhaube verdächtig locker war, beschlossen wir an Kings Canyon vorbei zu fahren und uns auf direktem Weg nach Alice Springs zu begeben, um erneut eine Werkstatt aufzusuchen.

In Alice Springs eine Werkstatt zu finden, die am gleichen Tag Zeit hat sich das Auto anzusehen, ist eine absolute Herausforderung. Wir haben den Tipp bekommen zu einer Werkstatt zu fahren, die auch gebrauchte Ersatzteile auf Lager hat, damit unsere Reparaturen nicht so teuer werden. Die lockere Motorhaube wurde in Sekunden Repariert, ein Klacks der uns nichts kosten sollte. Der Geruch nach Benzin sei bei stark schwankenden Temperaturen normal und die Fensterscheibe, ja die haben wir dann erst einmal versucht selber zu reparieren, nach dem uns erklärt wurde, was zu machen wäre. Im Prinzip wollten wir einfach nur den Sensor ausbauen, den wir allerdings nicht finden konnten. Der Mechaniker machte sich somit doch ans Werk, nach ca. 2 Stunden war auch das Problem behoben. Wir wollten gar nicht wissen, wie viel uns eine 2 stündige Reparatur kosten würde, fragten dennoch vorsichtig nach. Die unglaubliche Antwort war „nothing“, die Werkstatt wollte tatsächlich keinen Cent von uns und meinte, sie freuen sich, wenn wir uns freuen.

Selbstverständlich gab es eine Runde Bier für die Jungs.

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In Alice Springs trafen wir dann noch einmal auf unsere Mädels und Elias, so konnten wir unseren Abschied doch noch vernünftig zelebrieren.

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Weiter ging es nach Darwin mit einem Zwischenstopp im Litchfield Nationalpark, wo es unter anderem wunderschöne Wasserfälle zu sehen gibt und architektonisch interessante Termintenhügel.

Es sind tatsächlich nur drei von zwölf Leuten in Darwin angekommen. Laura hat von Darwin im Prinzip nur den Flughafen gesehen, Simone und ich blieben noch einige Tage beisammen um das Auto zu verkaufen. Dabei haben wir es uns nicht nehmen lassen, noch einmal in einen Nagel zu fahren :-).

Die Mädels und Elias sind übrigens noch in Alice Springs, leider hat deren Auto auf dem Weg nach Uluru den Geist aufgegeben und die Reparatur ist sehr teuer.

Ich mache mich weiter auf den Weg nach Cairns, dieses Mal fliege ich und habe mir vorgenommen die Ost-Küste zu bereisen. Es folgen: Townsville, Airlie Beach, Brisbane und Gold Coast (Surfers Paradise) mit einem Abstecher nach Melbourne (Victoria).

Hat Euch Simone übrigens die ganze Zeit an jemanden erinnert?
An meine lieben Ex Kollegen, an was erinnert mich das Gebäude in Darwin?

Fazit:

Die für mich beste Werkstatt in Alice Sprigs:
Territory Wrecking, 194 North Stuart Hwy.

Autoverkauf in Darwin:
Für 4 WD’s eine gute Stadt, jedoch solltet Ihr mindestens eine Woche für den Verkauf planen, sonst müsst Ihr zu sehr vom Preis nachlassen.

Kings Canyon:
Für mich einer von vielen Gründen wieder zu kommen, denn es soll sehr sehenswert sein.

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