Fiji – Fidschi – Feejee

Bula heißt übersetzt Hallo.
Auf den Fidschis wird dir dieses Wort so oft entgegen geschrien, gesungen und getanzt, da muss man sich einfach willkommen fühlen.

Fidschi ist eine Inselgruppe bestehend aus 332 Inseln, von denen 110 bewohnt sind. Ich bin auf der Hauptinsel Viti Levu gelandet, besser gesagt in Nadi. Man kann sich für Fidschi einen Bula Pass kaufen und für die Dauer seines Aufenthaltes von Insel zu Insel hüpfen oder es ruhiger angehen lassen, so wie ich.

Ich habe erst einmal die Hauptinsel erkundet und eine 4 Tages Tour über Fij Experience gebucht. Unser erster Stop sollte Robinson Crusoe Island sein. Es handelt sich um eine kleine Insel unweit von Nadi. Diese Insel wird auch Insel der Feuertänzer genannt und dieser Name wird dem ganzen durchaus gerecht. Hier seht Ihr die besten Feuertänzer Fidschis, es werden weitere Shows geboten und selbstverstaendlich eine Kava Zeremonie abgehalten. Kava ist ein alkoholfreies Getränk, dass aus den Wurzeln einer Pfefferpflanze gewonnen wird, die getrockneten Wurzeln werden zermahlen und das Pulver in einem kleinen Sack oder Tuch gefüllt. Das ganze wird mit Wasser aufgegossen und das Wasser wird immer wieder ausgepresst. Die braune Brühe schmeckt am Ende genau so wie sie aussieht. Das Getränk ist zwar Alkoholfrei, man bekommt jedoch einen Rausch, bei zu hohem Konsum und ich habe mir sagen lassen, dass man am nächsten  Tag genau so einen Kater hat, als wenn man den ganzen Abend Alkohol getrunken hätte.

Der zweite  Tag führte zu einem Wasserfall im Regenwald Fidjis, ich habe die Besichtigung allerdings ausgelassen, da es bereits wasserfallartig regnete und ich gesundheitlich bereits angeschlagen war. Ich habe schon einige Wasserfälle und Regenwälder gesehen, daher war ich nicht sehr traurig über diesen Ausfall. Am dritten Tag besuchten wir ein Dorf indem für uns wieder eine Kava Zeremonie abgehalten wurde. Man hieß uns damit willkommen und es wurde uns versichert nun ein Teil der Familie zu sein. Dezent wurde darauf hingewiesen, dass man auch Souveniers bei den Damen am Stand kaufen könnte. Wie kann man da noch nein sagen, wo man doch ein Teil der Familie ist? :-). Wir besuchten zudem eine Schule, was für mich der schönste Teil dieser Reise war. Die Kinder sangen für uns und tanzten verschiedene traditionelle Tänze, das ganze mit so viel Hingabe, dass einem warm ums Herz wurde.

Nach einer Woche ging es auf die Nacula Insel ins Blue Lagoon Resort. Die Insel ist ein Traum und das vorgelagerte Riff eignet sich sehr gut zum schnorcheln. Wer vom kristallklarem Wasser und wunderschönen Sandstrand gelangweilt ist, kann neben schnorcheln selbstverständlich auch Tauchgänge  buchen, fischen gehen oder Kajak fahren. Am Abend gibt es immer mal wieder Aufführungen oder auch Gewinnspiele, die überaus spassig sind. Ich habe nach etwas Überredungskunst von Alba, die ich gleich auf der Fähre zur Insel kennen gelernt habe, ebenfalls an einem Spiel teilgenommen und was soll ich sagen? Wir haben eine Flasche Champanger gewonnen…etwas trocken für meinen Geschmack aber man gönnt sich ja sonst nichts :-).

Die geführte Bergwanderung, die kostenfrei vom Resort angeboten wird, sollte man nicht verpassen. Der Blick der einem vom Berg aus geboten wird ist unbezahlbar.

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Das Hotel bietet ebenfalls die Besichtigung des nahegelegenen Dorfes und der Schule an. Alba und ich haben uns einen Tag zuvor allerdings selber und ohne Ankündigung auf den Weg zur Schule gemacht. Der Tag wird mir unvergesslich bleiben. Einige Kinder sind gleich auf uns zugerannt und wollten alles wissen, wie wir heissen, wo wir her kommen, was wir so machen und unbedingt sollten wir ein Foto von Ihnen machen. Am Ende haben wir sogar eine Runde Basketball mit Ihnen gespielt. Das Dorf darf man allerdings nur über die vom Hotel angebotene Tour besuchen. Alba und ich haben die Tour dann für den nächsten Tag gebucht, da das Geld auch der Schule und dem Dorf zugute kommen soll.

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Nach 5 Nächten bin ich für eine Nacht auf die Insel Waya ins Octopus Resort gewechselt. Dieses Resort ist etwas gehobener als das Blue Lagoon. Das Blue Lagoon hat mir persoehnlich jedoch etwas besser gefallen, da das Resort doch etwas mehr Fiji Charme versprüht . Unschlagbar sind die Sonnenuntergaenge an beiden Orten. Einziges manko, im Blue Lagoon funktioniert das WiFi so gut wie nie. Einem jungen Mann ist dadurch entgangen, dass sein Umbuchungswunsch fuer seinen Weiterflug nach Neuseeland nicht umgesetzt werden konnte. Der Flug wurde damit verpasst, in diesem Fall nenne ich Euch den Namen jetzt einfach mal nicht :-).

Fazit:

Das Blue Lagoon Resort auf Nacula Island und das Octopus Resort auf Waya Island kann ich durchaus empfehlen. Beide haben sehr gutes Essen und sind sehr sauber. Party Inseln sind allerdings beide nicht, dass Octopus noch weniger als das Blue Lagoon. Wer Party sucht, so habe ich mir sagen lassen, ist am besten auf Beachcomber Island aufgehoben.

Sollte Australien und die USA gerade Ferienzeit haben oder es herrscht Hochsaison, ist es ratsam die Zimmer auf den Inseln früh genug zu buchen.

Kava – schmeckt nicht 🙂

 

Melbourne – Gold Coast (Surfers Paradise) – Sydney

Nun hieß es „ran an die Schüppe“ auf zur Farmarbeit in Creightons Creek (Melbourne-Victoria). Trevor war so nett mich vom Flughafen in Melbourne abzuholen. Ich durfte ihn gleich bei seinem Zweitjob unterstützen und ein altes Büro auseinandernehmen. Das Sperrholz nahmen wir mit auf die Farm um es dort am nächsten Tag zu verbrennen.

Es handelte sich bei dieser Farm um eine Rinderfarm und gleich am ersten Abend musste Trevor noch einige Tiere zum Schlachter fahren, ich habe ihn mit gemischten Gefühlen begleitet. Zu Wissen das die Rinder am nächsten Tag sterben würden ist nicht sonderlich erfreulich. Ich durfte den Transporter übrigens am nächsten Tag reinigen, auch das war keine besonders erfreuliche Aufgabe :-).

Die Arbeit auf der Farm war hart, jedoch auch gleichzeitig sehr interessant. Ich durfte dabei assistieren, als den Rindern eine Art Spirale eingeführt und Ihnen eine Impfung verabreicht wurde. Ansonsten war ich für das verbrennen von allen möglichen Dingen zuständig und natürlich für das reinigen des Hauses, des LKWs oder der Autos. Ich wollte 9 Tage auf der Farm bleiben, aus unvorhersehbaren Gründen mussten wir meinen Aufenthalt allerdings auf 4 Tage kürzen. Alles in allem hat es mir Spass gemacht, zudem habe ich auf eine der schönsten Farmen arbeiten dürfen.

Mit dem Zug ging es nach Melbourne. Für Melbourne hatte ich zunächst nur einen Tag eingeplant, durch die Verkürzung des Farmaufenthaltes hat sich mein Aufenthalt in Melbourne um einige Tage verlängert. Die Stadt kann man sehr gut zu Fuß erkunden, es gibt zudem eine kostenfreie Bahn (City Circle Tram), die den gesamten Stadtkern umrundet.

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Mir wurde ein Besuch auf den Queen Victoria Market empfohlen und dieser Empfehlung bin ich gern nachgegangen. Hier gibt es in unterschiedlichen Hallen frischen Fisch, Fleisch, Obst, Wein, Kaffee und auch Kleidung. Ebenfalls zu finden sind verschiedene Essensstände und so habe ich mir eine deutsche Bratwurst gegönnt, eher undeutsch belegt mit Käse und Zwiebeln. Zudem habe ich ein Glühweingewürz als Präsent für eine Freundin gekauft. Der Glühwein schmeckte mir hier doch tatsächlich besser als auf unseren Weihnachtsmärkten, unglaublich :-).

Melbourne ist auch bekannt für seine Street Art, welche unter anderem in der Hosier Lane zu finden sind. Mich hat allerdings auch das Viertel Fitzroy begeistert. In Fitzroy lebt eine Künstlerkultur mit außergewöhnlichen Geschäften und tollen Graffitis in den Seitenstraßen.

Das Kriegerdenkmal ist nicht nur aus geschichtlichen Gründen unbedingt zu besichtigen, von hier aus hat man auch einen einmaligen Blick auf die Stadt. Melbourne ist insgesamt nicht so hektisch wie Sydney und ich bin froh, auch diese Stadt noch gesehen zu haben.

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Die Gold Coast liegt an der Südostküste von Queensland und wartete bereits auf mich. Morgens um 6 Uhr sollte mich ein Schuttlebus zum Flughafen bringen, den Bus hatte ich bereits Tage zuvor gebucht. Scheinbar war 6 Uhr zu früh für den Fahrer, erschienen ist er mit dem Bus jedenfalls nicht und das Büro der Agentur war um diese unmenschliche Uhrzeit auch noch nicht besetzt. Um den Flug noch zu bekommen musste somit ein Taxi her. Der Check-In Schalter sollte 45 Minuten vor Abflug schließen, was soll ich sagen, ich habe genau 45 Minuten vor Abflug eingecheckt. So kam es zu meiner ersten englisch geschriebenen Reklamation, scheinbar war diese so präzise, dass keine Fragen mehr offen blieben und mir die Taxikosten umgehend erstattet wurden.

Surfers Paradise macht seinen Namen alle Ehre. So stelle ich mir Rio vor, nur mit noch mehr Hochhäusern und nicht ganz so sicher. Hier habe ich noch einmal meine neu gewonnene Freundin Claudia getroffen. Unser Wiedersehen wurde mit einem Glas Wein bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Auch Max sollte ich hier noch einmal treffen, er hat mir gezeigt wie man im Casino beim Black Jack gewinnen kann. Er hat tatsächlich gewonnen, was am Vorführeffekt gelegen haben muss. Zum Lehrer taugt Max jedenfalls nicht, ich bin mit leeren Taschen in mein Hostel zurückgekehrt.

Von Sydney aus ging mein Flug weiter nach Fiji. Auch in Sydney habe ich noch einmal auf meine alten Schulfreunde treffen dürfen.

Nach Fiji fliege ich in die USA. Ich habe schon einige tolle Tipps von meiner lieben Dani erhalten! Danke Dani! Solltet Ihr auch noch Tipps für mich haben oder jemanden kennen der eine günstige Unterkunft zur Verfügung stellt, fühlt Euch frei mir zu schreiben :-).

Fazit:

Suttle Service: Nicht unbedingt über eine Reiseagentur buchen, oft haben die Hostels vor Ort günstigere Angebote.

Gold Coast: Eine tolle Aussicht auf die Bucht habt Ihr von Burleigh Heads aus.

Scheut Euch nicht davor eine Reklamation zu schreiben, solltet Ihr berechtigte Gründe haben!

Cairns – Townsville – Airlie Beach – Brisbane

Es ist schon ein seltsames Gefühl nach dieser langen Zeit wieder alleine weiterzureisen. Cairns offenbarte sich mir warm und regnerisch. Von Cairns aus kann man viele Unternehmungen buchen. Ob es sich um einen Abstecher in den Regenwald handelt, ein Tauchgang am Great Barrier Reef  oder ein Fallschirmsprung am Mission Beach, alles ist möglich. Auch ohne eine Tour zu buchen, ist diese Stadt einen kurzen Aufenthalt wert.

Auf der Internetseite „Gumtree“, die in Australien sehr populär ist, hatte ich eine Anzeige geschaltet und nach Mitreisenden gesucht die vorzugsweise ein Auto haben. Man kann die Ostküste auch sehr gut mit Reisebussen wie „Premier“ oder „Grayhound“ erkunden, der Nachteil dabei ist, das nur an bestimmten Punkten gehalten wird. Mit einem Auto ist man viel flexibler und wenn man sich die Kosten teilt, am Ende sogar günstiger. Zu meinem Glück meldete sich jemand, der mich auf seinem Weg nach Mackay mitnehmen konnte.

Max und ich trafen uns einen Abend vor Abreise in Cairns. Ich kann nur empfehlen sich vorher zu treffen, denn auch wenn man nur zusammen im Auto sitzt, sollte man zumindest ein gutes Gefühl dabei haben. Empfehlenswert ist natürlich auch, sich die ID zeigen zu lassen und jemandem vor Abfahrt das Nummernschild zu schicken. Da wir auf einer Wellenlänge lagen, hatte ich eine Mitfahrgelegenheit bis nach Townsville und Airlie Beach gefunden.

Von Townsville aus könnt Ihr innerhalb einer halben Stunde mit der Fähre auf die Insel Magnetic Island, hier soll man sehr gut schnorcheln können und mit Glück in freier Natur (oder gebucht und damit garantiert) Koalas sehen können. Da Max beruflich unterwegs war hatte er und somit auch ich nur zwei Tage Aufenthalt in Townsville. Ich bin in dieser kleinen wunderschönen Stadt geblieben und habe einen Tauchgang zum SS Yongala Wrack gebucht.

Mein erster Wrack Tauchgang, ich war ganz schön aufgeregt und voller Vorfreude. Die SS Yongala wurde am 23. März 1911 von einem Zyklon getroffen und versenkt, alle 122 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen dabei um Leben. Erst im Jahr 1958 wurde das Wrack der Yongala entdeckt, es liegt in etwa 30 Metern tiefe 35 km nordöstlich von Ayr entfernt. Das Wrack ist sehr gut erhalten und für mich ein unglaublich spektakulärer Tauchspot. Zu sehen gibt es Rochen, Schildkröten, Barracudas, mit etwas Glück Gitarrenrochen (Gitarrenhaie). Es wurde an dieser Stelle auch schon ein Wahlhai gesehen, dazu benötigt man an der Ostküste allerdings sehr viel Glück. Der Tauchgang war großartig!

Für mich ging es weiter nach Airlie Beach, für Max der mich hier netterweise abgesetzt hat, ging es weiter nach Mackay. Von Airlie Beach aus kommt man zu den Traumstränden der Whitsundays. Auch hier kann man sich zwischen einer Tagestour oder mehrtägige Touren mit Übernachtung auf den Booten entscheiden. Ich habe mich für eine Tagestour entschieden da die Wettervorhersage für den Folgetag nicht die beste war. An meinem Ausflugstag schien die Sonne und der Strand am Whiteheaven Beach war wunderschön. Airlie Beach ist ein touristischer Ort in dem eine Bar der nächsten folgt. Da ich die Winterzeit als meine Reisezeit erwischt habe, war es allerdings etwas ruhiger und Winter kann man das hier wirklich nicht nennen :-).

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Um nach Brisbane zu kommen habe ich mich für eine Fahrt mit dem „Premier Bus“ entschieden. Der „Premier Bus“ ist etwas günstiger als der „Grayhound Bus“, dafür hat man kein WiFi und es soll nicht so komfortabel sein wie in den Bussen seines Mitstreiters. Es ging um 17:30 Uhr los mit Ankunft 12.30 Uhr des nächsten Tages. Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, in den ungünstigsten Positionen zu schlafen.

Für Brisbane hatte ich nur einen Tag zur Verfügung, die Stadt hat mich stellenweise an Frankfurt erinnert.

Meine Reise geht weiter nach Melbourne bzw. Creightons Creek. Dort werde ich Trevor, unseren Retter in der Wüstennot, auf seiner Farm in Victoria besuchen und ihn tatkräftig unterstützen. Danach fliege ich noch einmal zurück zur Ostküste mit Ziel Gold Coast (Surfers Paradise). Ich werde die letzten Sonnenstrahlen genießen und meine Schulfreundin Claudia wiedersehen, bevor es zurück nach Sydney geht wo bereits mein Weiterflug nach Fiji auf mich wartet.

Fazit:

Der Tauchgang zum SS. Yongala Wrack war bisher der beste in meinem Taucherleben. Getaucht bin ich mit mit Adrenaline Dive: www.adrenalinedive.com.au, gebucht habe ich über www.bookme.com.au über diese Seite bekommt man zum Teil sehr gute Rabatte.

Eine Whitsundays Tour kann ich nur empfehlen. Falls Ihr mehr Zeit habt und die Wettervorhersage gut ist, solltet Ihr meiner Meinung nach jedoch eine 2-3 tägige Tour mit einem Segelboot oder Catamaran buchen.

In Brisbane gibt es den „Australia Zoo“ für jeden „Crocodile Hunter bzw. Steve Irwin“ Fan ein Begriff.