Peru II – Titicacasee – Huaraz -Huanchaco

Der Titicacasee ist der größte See Südamerikas, er gehört zum einen Teil zu Bolivien und zum anderen Teil zu Peru. Es scheiden sich die Geister, welche Seite des Sees nun die schönere ist.

Ich habe entschieden in Peru zu bleiben und eine Tour gebucht, die mich über „Puno“ auf die „Islas Flotantes“, die schwimmenden Inseln brachte. Die „Uros“, so nennen sich die Ureinwohner des Titicacasees, benötigen ca. 1 1/2 Jahre für die Fertigstellung einer aus Tortora-Schilf bestehenden Insel, auf denen Sie mit Ihren Familien noch heute Leben. Jede Insel hat einen eigenen „Bürgermeister“, dieser erklärte uns anschaulich, wie die Inseln gebaut werden und wie diese befestigt werden, damit man am nächsten morgen nicht plötzlich in Bolivien aufwacht.

Übernachtet haben ich und meine Tourmitglieder auf der Insel „Amantani“ wo wir von unseren einheimischen Gastfamilien herzlich begrüßt wurden. Es handelte sich in meinem Fall nur um eine Übernachtung, daher war es nicht besonders schlimm, dass es kein fließendes Wasser gab und man somit nicht duschen konnte. Ich hatte genug Hygieneartikel dabei, für die Wasserspülung der Toilette gab es ausreichend Wasser in Eimern. Das Essen war vegetarisch, alles aus eigener Herstellung bzw. aus dem eigenen Garten, köstlich und gesund.

Wir machten uns am späten Nachmittag auf zum Gipfel, von welchem man einen traumhaften Ausblick hat und einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben darf.

Am nächsten Tag besichtigten wir die Insel „Taquile“, welche einen kleinen Marktplatz zu bieten hat, sowie eine bezaubernde Sicht auf den Titicacasee. Mit dem Nachtbus ging es am Abend von Puno aus zurück nach Cusco, wo am nächsten Tag mein Flug nach Lima auf mich wartete.

Von Lima aus machte ich mich, erneut mit einem Nachtbus, auf zu meinem nächsten Ziel, Huaraz. In Huaraz kann man eine ganze Menge unternehmen. Die Umgebung ist ein „muss“ für Wanderlustige. Ich habe mich entschieden drei Tage zu bleiben, die Stadt hat mir nicht sonderlich gut gefallen, dafür umso mehr die Möglichkeiten und Vielfalt der angebotenen Touren.

Zunächst ging es für mich zum Gletschersee „Llanganuco“.
Die Llanganuco Lagune wir durch das Auftauen des Eises der Berge „Huscaran“ und „Huandoy“ gebildet. Es spiegelt sich ein beeindruckendes Farbspiel von türkis bis dunkelblau wieder. Die Aussicht ist faszinierend.

Nachdenklich gestimmt wurde ich bei der Besichtigung der alten Stadt oder besser des alten Ortes der Stadt „Yungay“.
Das „alte Yungay“ wurde am 31. Mai 1970, nach einem Erdbeben welches einen Bergsturz auslöste,  vollständig unter Massen von Geröll und Schlamm begraben. Einzig die Christustatue und darunter liegende Grabmäler blieben verschont. Zeugen der Stadt sind nur ein paar Mauerreste und ein Wrack von einem Kleinbus.
Laut unserem Guide starben bei dieser Katastrophe 25 Tausend Menschen von denen nur 9.2 Tausend gefunden wurden.

Wer noch nie einen Gletscher besichtigt hat, darf sich die Tour zum Pastoruri Gletscher nicht entgehen lassen. Auf einer Höhe von über 5000 Metern ist dieser, über einen kurzen Fußweg von ca. 2,5 km, zu erreichen. Der Weg führt vom Parkplatz aus direkt zum Gletscher und nimmt, aufgrund der dünnen Luft, ca. 30 -40 Minuten in Anspruch. Der Aufstiegt wird mit einem unglaublichen Blick auf den Gletscher belohnt. Aufgrund des Klimawandels sind diese Gletscher allerdings wohl nur noch wenige Jahre zu bestaunen.

Ich habe mich entschlossen meine letzten Tage in Peru sanft ausklingen zu lassen und mir ein Busticket nach Trujillo gekauft. Von dort aus gelangt man, mit einem Taxi oder öffentlichen Bus, an den ca. 13 Kilometer entfernten Strand an der Nordküste von Peru, nach Huanchaco. In Huanchaco lasse ich  meine Reise durch Peru in Ruhe noch einmal revue passieren. Aktionsfreudige können hier surfen oder Ausflüge zu archäologischen Stätten buchen bzw. sich auf eigene Faust auf Entdeckungstour begeben.

Nun bin ich fast ein Jahr in dieser wunderschönen Welt unterwegs und noch lange nicht müde. Nichts desto trotz nähert sich meine Reise dem Ende.

Ich freue mich, dass Ihr mich auf meiner Reise durch die Welt begleitet habt!
Es stehen noch viele weitere Länder auf meiner Wunschliste, besonders Südamerika will erkundet werden! Doch alles zu seiner Zeit!

Es ist schön, noch Träume zu haben ;-).

In diesem Sinne, wünsche ich allen ein gesundes und glückliches neues Jahr! Ich weiß noch nicht was mich in 2016 erwartet, eines ist jedoch sicher, es wird spannend, neu und ich freue mich darauf :-).

Fazit:

Die schwimmenden Inseln der Uros sind eine interessante Besichtigung. Ja, es ist sehr touristisch und selbstverständlich wollen die Uros Ihre Ware an den Mann bringen, doch trotz alledem, ist es sehenswert.

Wer schon in Patagonien war, findet die Pastoruri Gletscher höchst wahrscheinlich nicht besonders beeindruckend, allen anderen rate ich zu diesem Ausflug.

Meine absolute Empfehlung für das Hotel/Hostal „Las Brisas“ in Huanchaco! Mehr Freundlichkeit habe ich in einer Unterkunft noch nicht erlebt. Mein Bus fuhr erst um 22 Uhr abends und es war überhaupt kein Thema, dass ich bis 20:30 Uhr das Zimmer ohne Aufpreis nutzen konnte. Die Besitzer haben zudem immer ein strahlendes Lächeln.
Hostal Las Brisas

Lima – Cusco – Machu Picchu

In Lima habe ich bei meinem Host Julio in „Milaflores“ gewohnt.
Ich hatte viel Glück! Julio ist sehr begeistert von seinem Land und hat mir viel über die Sehenswürdigkeiten Limas erzählt. Mit einer von ihm handgezeichneten Karte machte ich mich auf nach „Barranco“. Von Milaflores aus ist es einfach mit der „Metropolitano“ von Nord nach Süd oder umgekehrt zu kommen.

Schriftsteller und Künstler machten „Barranco“ zu einem Künstlerviertel. Die Häuser sind im kolonialen und republikanischen Stil erbaut, der Stadtteil wirkt sehr relaxed.

Mein nächster Halt war „Costa Verde“, ebenfalls ein Stadtteil von Milaflores. Carlos Dogny brachte im Jahre 1930, nach seinem Besuch auf Hawaii, ein Surfbrett mit nach Milaflores und gründete dort den bekannten Surfclub „Waikiki“. Klar somit, am Strand von Milaflores kann gesurft werden.
An der „Costa Verde“ gibt es den kleinen, sehr hübschen „Parque del Amor“. Liebende Treffen sich hier und bekommen gern auch ein Ständchen gesungen.

Die Unterschiede können in Lima nicht größer sein.
Die Altstadt hat eine geschichtsträchtige Vergangenheit, welche sich beim durchqueren an allen Ecken widerspiegelt. Man schlendert vorbei an alte Herrenhäuser, Kloster und Kirchen welche im Stil des Barocks und der Renaissance erbaut wurden. Unweit entfernt, in der Nähe des Stadions, findet man den „Parque de la Reserva“ der eine spektakuläre Wassershow zu bieten hat. Aufgrund der „Light Show“ ist meine Empfehlung, den Park am Abend zu besuchen.

Meine Reise führte mich weiter nach Cusco, der Nabel der Welt. Sobald das Stadtzentrum erreicht ist, befindet man sich auf den Spuren der Inkas. Cusco wirkt vollkommen authentisch, ein wunderbares Flair mit seinen kleinen Cafes und Restaurants. Mir hat es der „San Pedro“ Markt angetan, es gibt alles was man sich vorstellen kann. Zwischen Obst, Gemüse, Käse, Hühnersuppe und anderen Leckereien findet man auch Blumen, Spielzeug oder Kleidung. Die Preise sind Verhandlungssache, doch selbst ich habe nicht immer gehandelt und ich liebe Handeln. Wenn eine Mütze allerdings nur 2,15 Euro kostet, was wollt Ihr da noch sagen? Der zentrale Platz heißt „Plaza de Armas“ und ist umgeben von Kirchen und architektonisch wunderschönen Gebäuden. Nicht nur die dünne Höhenluft raubt einen den Atem.

Die wohl am meisten besuchte Sehenswürdigkeit „Machu Picchu“ konnte auch ich mir nicht entgehen lassen. Von Cusco aus habe ich eine Bus-Tour über 2 Tage gebucht und mich aufgemacht nach „Aguas Calientes“, ein Dorf am Fuße des Berges. Die Strecke über 8 Kilometer, hinauf zum auf deutsch „alter Gipfel“, kann mit einem Bus oder über einen kleinen Fußweg , der überwiegend aus Treppen besteht, zurück gelegt werden. Ich habe mich für letzteres entschieden. Mit einigen Mitreisenden machte ich mich pünktlich um 4:30 Uhr auf den Weg. Als wir den Gipfel erklommen haben, war ich platt und habe mich gefragt, wie man auf die Idee kommen kann, eine Stadt in 2360 Metern Höhe zu bauen! Bei Anblick dieser wichen alle bösen Gedanken gleich wieder, es blieb nur ein Staunen übrig. Erbaut wurde Machu Picchu im 15. Jahrhundert.
Wenn man das ganze dann schon hoch laufen konnte, ist es nur ein Klacks diesen Weg auch runter zu gehen. Um zu unserem Bus zu kommen hieß es nochmals 10 Kilometer laufen.

Spät am Abend in Cusco angekommen, wollte ich nur noch duschen und schlafen. Meine Hostel Bewohner sahen das völlig anders, duschen durfte ich, um danach an eine „spanische Nacht“ teilzunehmen. Tortilla und Sangria beleben Körper und Geist, ich habe in dieser Nacht geschlafen wie ein Baby :-).

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Fazit:

Milaflores ist ein sicherer Ort in Lima. Mit der „Metropolitano“ kommt man gut von A nach B. Sicherlich sollte man in öffentlichen Bussen immer auf seine Wertsachen achten.

Die Fluggesellschaft LCPeru bietet oft günstige Inlandsflüge an.
http://www.lcperu.pe/

Ein Hostel für 6 US Dollar die Nacht in Cusco: „Caja Magica“
http://hostalcajamagica.com/

Eine günstigste Möglichkeit nach Machu Picchu zu kommen, ist mit dem Bus. Man muss nicht unbedingt eine Tour buchen. Es ist auch möglich eine Busfahrt zu buchen und sich vor Ort selbst zu organisieren. Die Bus Preise können oft auch noch einmal verhandelt werden.

 

 

Costa Rica II

Unser nächstes Ziel in Costa Rica war Tamarindo, ein kleiner Ort mit einem langen Sandstrand und perfekten Wellen für Surfer. Tamarindo liegt an der Küste des Pazifischen Ozeans.

Der Ort besteht überwiegend aus Restaurants, Touranbieter und Bars, selbstverständlich kann man auch shoppen gehen, die Preise sind jedoch eher gehoben. Auch Nachtschwärmer kommen auf Ihre Kosten.
Unsere liebe Katrin konnte nicht genug von den Sonnenuntergängen bekommen, die und da muss ich Ihr durchaus zustimmen, spektakulär sind.

Gewohnt haben wir im Hostel „La Botella de Leche“, eine Backpacker Unterkunft mit Pool. Die Atmosphäre in dieser Unterkunft war toll, man kommt sehr schnell mit anderen Gästen ins Gespräch, so kam es auch zu meiner ersten Surfstunde. Mit Kirstin und Martin, die beide aus den USA stammen, ging es auf zum Strand. Martin rief kurzer Hand seinen Freund Jorge an, der mir für einen kleinen Obolus Surfstunden gab, sicher konnte Jorge nicht erahnen was da auf ihn zukam :-).
Nach einigen Trockenübungen die leicht zu meistern waren, ging es ins warme pazifische Meer. Wie sich herausstellte, waren die Trockenübungen nicht so einfach in die Realität bwz. im Wasser umsetzbar. Mein Lehrer hatte eine Engelsgeduld, nach gefühlten zwei Stunden stand ich, wie von Jorge versprochen, auf dem Brett und surfte meine erste Welle. Da das ganze direkt auch ein zweites Mal klappte, entschieden wir uns für eine kurze Pause. Nach gemütlichen zusammensitzen mit einem kühlen Blonden (nein kein Typ, sondern ein Bier) ging es erneut ans Surfen. Was soll ich sagen? Eine neue Surferin ist geboren ;-).

Leider gibt es dazu keine Bilder, doch zumindest von der Unterkunft und unserem abendlichen beisammen sitzen.

Unsere liebe Edith hat sich als Ort Ihrer Geburtstagsfeier „Montezuma“ ausgewählt. Was früher ein Geheimtipp war, ist heute ein beliebter Ort für Touristen, trotz seinen vielen Sodas, Touranbieter und Souvenirshops hat er an Ursprünglichkeit nicht verloren. Besonders schöne Strände sucht man vergebens, ebenso ist es aufgrund der Wellen, Strömungen und Steine im Wasser schwierig, schwimmen zu gehen. Der Hippie-Charme ist das, was Montezuma noch heute ausmacht.

Eine Wanderung zu den „Montezuma Falls“ darf man sich nicht entgehen lassen, allerdings ist festes Schuhwerk unbedingt zu empfehlen, da es keine befestigten Wege gibt. Der mühsame Weg lohnt sich und eine Erfrischung im kühlen Nass entschädigt sogleich. Wer noch nicht genug von diesem Abenteuer hat, kann durch erklimmen eines steilen Weges über Stock und Stein einen weiteren Wasserfall erreichen. Das alles selbstverständlich auf eigene Gefahr. Sanitäranlagen, ich brauche es kaum erwähnen, werdet Ihr nicht auffinden.

Auf unseren Weg zurück nach San José übernachteten wir im „Airport Hotel Berlor“ in Alajuela. Die Pizza, aus der hauseigenen Pizzeria, ist extrem lecker. Das Hotel liegt 2km vom Flughafen entfernt, es gibt von 3 Uhr morgens mit 11 Uhr mittags einen kostenlosen Shuttle Service.

Es war sehr schön, einige meiner lieben aus Deutschland wieder zu sehen. Nun bin ich in Peru und kann Euch schon jetzt sagen, es ist unglaublich hier. Ihr dürft gespannt sein auf das Land der Inka…

Fazit:

Solltet Ihr surfen lernen, lasst Euch ein langärmeliges Shirt geben und am besten auch eine lange Hose. Ich habe ein kurzes Shirt getragen und meine Bikini Hose, das Surfbrett für Anfänger ist sehr rau und somit habe ich mir ganz schön die Haut abgeschürft.

Tamarindo: Das argentinische Restaurant „Patagonia“ bereitet ausgezeichnete Steaks zu.

Montezuma: Auch wenn der Weg steinig und schwer ist, die Montezuma Falls sind es wert.

Costa Rica

Gastbeitrag meiner lieben Freundin Edith. Vielen Dank für Deine Impressionen 🙂

Schon bei Tanjas Planung der Weltreise war klar,  dass wir uns irgendwo auf ihrem Weg treffen werden. Unsere gemeinsame Wahl fiel auf Costa Rica.

Im Laufe des Jahres stellte sich heraus, dass wir nicht alleine bleiben sollten. Plötzlich und erfreulicherweise gesellten sich noch weitere Gestalten dazu und wir reisen nun zu sechst. Da es uns aus zeittechnischen Gründen nicht möglich war, uns in Deutschland zu treffen, sahen wir uns erst in Alajuela in Costa Rica wieder. Nach einem freudigen Aufeinandertreffen am Abend, startete die Reise am nächsten Tag so richtig.

Schon beim Anmieten des Autos wurde uns das Lebensgefühl der Costa-Ricaner hautnah übermittelt, Pura Vida sollten wir von da an noch öfter hören und erleben. Das Auto bekamen wir 3 Stunden verspätet. Wir machten uns damit sogleich auf zum Vulkan „Poas“. Dort stank es mächtig, doch der Blick war überwältigend. Auch das die Regenzeit noch nicht vorüber war, haben wir am ersten Tag hautnah zu spüren bekommen, unsere Kleidung glich den spektakulären Wasserfällen, die wir ebenfalls besichtigten. Wir machten uns nach den ersten wunderschönen Eindrücken auf zu unserem nächsten Ziel La Fortuna zum Vulkan „Arenal“.

Das „Arenal Hostel Resort“ empfing uns als lauschige Oase. Das Glück spielte uns in die Karten, bei schönem Wetter erreichten wir den Wasserfall „Catarata La Fortuna“ und konnten uns im kühlen Nass erfrischen. Wie ihr sicherlich wisst, macht schwimmen hungrig, wir fuhren ohne Ziel und am Himmel zeichnete sich bereits ab, dass in wenigen Minuten die Welt untergehen würde. Ein spontaner Halt am Restaurant „Garra-Pata“ erwies sich als Volltreffer. Da wir uns bei der vielfältigen Auswahl nicht entscheiden konnten, bestellten wir die Empfehlung des Hauses, eine Grillplatte, das Beste was uns passieren konnte (sorry an alle Vegetarier und Veganer) es war für Fleischfresser jedoch einfach lecker.

Der nächste Tag hielt einige Überraschungen für uns parat. Hätten wir es vorher gewusst, hätten wir sicherlich einen anderen Weg eingeschlagen. Doch im Nachhinein betrachtet, war es ein awesome, incredible und amazing Day!
Er startete für die meisten von uns das erste Mal mit einer Zip Line Tour. Nach anfänglichen Kribbeln im Bauch waren nach der ersten Zip Line alle schwer begeistert. Selbst den Tarzan Sprung aus 25 Meter Höhe haben alle schreiend gemeistert. Noch voller Adrenalin entschieden wir uns weder für die Strecke über die Autobahn zu unserem nächsten Ziel, noch für den zweiten Weg, der zumindest Strassen enthielt. Nein! Wir entschieden uns für die Tour durch die Pampa. Laut unseres super Navigationssystem „Waze“ sollten wir für 78 Kilometer Fahrt, 3 1/2 Stunden brauchen…daraus wurden 5 1/2 Stunden.

Der Weg führte uns vorbei an beeindruckenden Landschaften, mit Blick auf das Vulkanarenal, den Arenal See, Hügel und Feldern. Wir mussten leicht schmunzeln als unser Navi uns Verkehrsstörungen auf der Stecke meldete und uns nach 15 Minuten ein Reiter auf seinem Pferd entgegen kam. Nicht mehr geschmunzelt haben wir, als uns das Navi durch einen Fluss führen wollte, der offensichtlich schon seit Tagen nicht mehr durchquert wurde. Wir hofften noch einen anderen Weg zu finden, dieser führte jedoch in eine Sackgasse. Es gab die Wahl den Fluss zu durchqueren oder den bisher 2 stündigen Weg zurück zu fahren. Die Geister schieden sich beim Anblick der reissenden Masse. Michael unser Held war allerdings furchtlos und beschloss, nachdem er den Fluss zu Fuß erforscht hatte…. Augen zu und durch!

Da wir den Block noch schreiben können, ahnt Ihr schon, wir haben überlebt und die nächsten 4 Flüsse waren Kindergarten. Im Dunkeln und bei Regen erreichten wir Santa Elena.

Der freundliche Besitzer unserer Unterkunft „Camino Verde“ empfahl uns direkt die Soda (ein Lokal) zwei Häuser weiter, das „Bonanza“. Das Essen war phantastisch und der Snaps den es aufs Haus gab, ein ganz besonderer. Der Snaps mit einem Schildkrötenei soll bei Männern die Potenz steigern und bei Frauen die Empfänglichkeit, wir konnten dazu keine Beweise sammeln.

Da wir nun schon Zip Line erfahren waren, trauten wir uns am nächsten Tag in den „Aventura Park“, mit der längsten Zip Line der Welt oder zumindest der Mittelamerikas. Eine Länge über 1400 Meter, dies wurde getoppt durch zwei Superman Zip Lines und einen Tarzan Sprung in 45 Metern Tiefe. Was sollen wir sagen, nur die Harten kommen in den Garten!

Nach diesen Extremen hatten wir uns drei Tage Ruhe verdient und verbrachten diese in Guachaplin in der „Buena Vista Lodge“.

Fazit:

Absolute Empfehlung für das Navigationssystem „Waze“ die App funktioniert einwandfrei und ein geliehenes Navigationssytem würde ansonsten ca. 15 Euro am Tag kosten.

Die Soda „Bonanza“ in Santa Elena hat ausgezeichnetes Essen und spezielle Schnäpse.

Alle erwähnten Unterkünfte sind zu empfehlen.

und was kommt nach den USA?

Über San Francisco ging es noch einmal nach Las Vegas :-).
Früh am Morgen gegen 6:40 Uhr sollte mein Flug nach Las Vegas starten, viel zu früh, besonders wenn man über San Francisco fährt, der Straßenverkehr in San Francisco ist quasi zu jeder Uhrzeit eine Katastrophe. Da meine Airline einen strickten Zeitplan hat und man sich zunächst einmal am Flughafen im System anmelden muss, bevor man seinen Koffer aufgibt, war ich zu spät!

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich also einen Flug verpasst bzw. mein Koffer und ich wurden für diesen Flug nicht mehr angenommen (liebe Kati weeste noch in Berlin damals…Mensch waren die kulant!).
Nach dem ersten Schock stellte sich heraus, dass meine Airline auch kulant sein wollte, mein Koffer und ich wurden kostenfrei für den nächsten Flug eingecheckt, also hieß es genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück.
Knapp 90 Tage USA fordern 3x Las Vegas, dieses Mal allerdings nur mit einer Übernachtung als Zwischenstopp nach…?

Gereicht hat dieser Zwischenstopp um meine liebe Freundin Claudia wieder zu sehen. Claudia kennt Ihr aus meinen Berichten über Australien, wir sind dort gemeinsam zur Schule gegangen und haben uns damals in Australien an der Gold Coast wiedergesehen. Wer weiß vielleicht sehen wir uns noch einmal in Peru, Argentinien, Kolumbien oder Europa. Die Welt ist schließlich klein!

Doch jetzt schreibe ich hier schön um den heißen Brei herum…wo bin ich denn nun von Las Vegas aus hin geflogen?

Welches Land könnte dem der USA gleich kommen?
Lieber Uwe, dass zu Deiner Frage „wie findest du den Kontrast zwischen Australien/Neuseeland und den USA?
Ich finde den Kontrast großartig, doch das Land welches alles zu bieten hat…sei es die Wüste Australiens, das Surferparadies am Meer, die wunderschöne Natur, Seen und Berge ähnlich derer Neuseelands, dieses Land nennt sich USA! Ich war fast 90 Tage hier und das hat bei weitem für mich nicht gereicht. Definitiv habe ich viel zu wenig gesehen und mich zu lange in den einzelnen Orten aufgehalten, doch manchmal ist es eben schön zu verweilen. Das schöne am ESTA Visum? Ich freue mich schon jetzt auf neue 90 Tage, um weitere Teile der USA zu erkunden. Zunächst sind jedoch andere Länder dran…

Heute gibt es tatsächlich nur einen Bericht und keine Fotos. Ich könnte Euch einige aus dem Archiv einstellen, doch da komme ich gerade nicht dran. Ich bin in einem Land das mich sehr gut kennt und das ich ebenso kenne.
Ich bin daheim! Ein Abstecher in Deutschland!
Jetzt werden sicher einige aufschreien und sich fragen, warum ich noch nicht zu Besuch war, warum ich denn nichts gesagt habe, warum?

Es war eine sehr spontane Entscheidung, ein berufliches Angebot welches ich angenommen habe. Ich arbeite für vier Wochen in der Schweiz und bin an meinen Wochenenden in Deutschland. Das ist eine Antwort auf Eure Frage. Es ist mir leider nicht möglich jedem gerecht zu werden und mich mit jedem zu treffen, zumal ich mein Auto abgemeldet habe. Das ist die zweite Antwort auf Eure Frage. Bitte entschuldigt! Ich würde Euch alle gerne sehen!

Die dritte Antwort auf Eure Frage, einige dürfen noch auf eine Nachricht und ein Treffen hoffen ;-). Selbstverständlich dürft Ihr mir auch Vorschläge schicken und wenn es irgendwie passt, sehen wir uns ;-).

Ist meine Weltreise damit beendet?
Nein! Ich werde Anfang November zurück nach San Francisco fliegen, denn es wartet bereits mein Flug nach Peru auf mich und angekommen in Peru werde ich wenige Tage später meinen Flug nach Costa Rica nehmen. Peru ist nicht gestrichen, sondern wird im Dezember von mir besichtigt. Ich weiß, El Nino soll im Dezember seinen Höhepunkt erreichen. Ich kann nur hoffen das mein Glück mir treu bleibt.

Fazit:

United Airlines war unheimlich kulant – Respekt und vielen Dank!

Spontan ist, mal eben einen Monat in der Schweiz zu arbeiten und seinen Flug nach Peru um einen Monat zu verschieben 🙂

Die USA ist unglaublich vielfältig! In 90 Tagen und wenn man sich Zeit nehmen möchte, nicht zu erkunden! Wir sehen uns wieder!

 

Santa Barbara – Sacramento – Reno

Zurück in meinem bisher liebsten Bundesstaat Kalifornien, ging es zunächst nach Santa Barbara.

Nachdem Santa Barbara 1925 vom einem starken Erdbeben heimgesucht worden war, wurde die Stadt bzw. wurden die zerstörten Gebäude originalgetreu wieder aufgebaut. Santa Barbara ist einer der teuersten Städte in denen man in den USA wohnen kann, einer der reichsten Bezirke ist Montecito. Der spanisch-mexikanische Stil ist bis heute erhalten und macht den Charme dieser Stadt aus.

Das Gerichtshaus befindet sich im Zentrum der Innenstadt und ist architektonisch schön anzusehen, vom Glockenturm aus hat man einen Rundblick auf die Stadt.

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Ronald Reagan hatte in den Santa Ynez Bergen eine Ranch die Ihm und seiner Frau Nancy Reagan als Feriendomizil diente. Da von hier aus ebenfalls Amtshandlungen stattfanden, wurde die Ranch auch „Western White House“ genannt. Im „The Ronald Reagan Ranch Center“ in Santa Barbara erfahrt Ihr unter anderem wie Ronald Reagan als Privatperson gelebt hat, selbst ein Stück Berliner Mauer ist hier zu finden.

Kaliforniens Hauptstadt ist Sacramento. Der Stadtteil „Old Sacramento“ versetzt Euch zurück in die Zeit der Cowboys und Goldgräber. Wenn man gerade in der Nähe ist sollte man sich diesen Teil nicht entgehen lassen, etwas störend sind die vielen Souvenir und Candy Shops.

Sacramento selber hat noch einiges mehr zu bieten. Das Büro des Gouverneurs im California State Capitol und der angrenzende Park ist nicht zu verachten. Ebenso findet man historische Gebäude wie zum Beispiel Governeurs Mansion, hier lebten die Gouverneure noch bis zum Ende der 60er Jahre, die Ära nahm ein jähes Ende als es Mrs. Reagan nicht mehr gefiel dort zu wohnen. Nicht weniger beeindruckend ist die Leland Stanford Mansion, das Herrenhaus kann mit Teilnahme an einer geführten Tour besichtigt werden. Die Familie Stanford gründete zu Ehren des einzigen Sohnes, welcher an Typhus verstarb, die Stanford Universität. Die Kirche „Cathedral of the blessed Sacrament“ ist einer der schönsten, die ich bisher besichtigt habe.

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Reno nennt sich selbst „Die größte Kleinstadt der Welt“ und ist die kleine Schwester von Las Vegas, man muss wohl sagen die sehr kleine Schwester. Hätte an dem Wochenende meines Besuches nicht zufällig ein „Biker-Treff“  stattgefunden, wäre die Stadt doch sehr verlassen gewesen. Ganz in der Nähe befindet sich Lake Tahoe, der See ist umgeben von Bergen und das Wasser ist glasklar. Im Winter kann man in diesem Gebiet Skifahren.

Fazit:

Santa Barbara ist eine Stadt zum flanieren.

Sacramento ist in jedem Fall eine Besichtigung Wert.

Reno muss nicht sein, dafür ist Lake Tahoe allerdings für einen Strandtag zu empfehlen.

Las Vegas die zweite – Hangover – Zion National Park

Ich musste einfach noch einmal zurück nach Las Vegas, ich meine was ist Las Vegas ohne Hangover?

Einen Hangover bekommt man selten allein. Ich bin nach Vegas gefahren um Freunde zu treffen die gerade Ihren Urlaub dort verbrachten. Mein Plan war zwei Tage in Vegas zu verbringen, danach weiter über den Arches National Park nach Colorado zu fahren um auch dort eine Freundin zu besuchen. Doch manchmal kommt es anders als man denkt 🙂

Die Reise von San Francisco nach Las Vegas habe ich mit dem Auto angetreten und hierbei die Gelegenheit genutzt in Los Angeles zu stoppen, schließlich kenne ich auch hier einige liebe Menschen und es war schön sie noch einmal zu sehen.

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In Vegas angekommen wurde ich herzlich begrüßt, unser Wiedersehen wurde gebührend mit gutem Essen und einem Glas Wein gefeiert. Ich habe auf meiner Reise bisher immer versucht den günstigsten Weg zu wählen und auch hier in Amerika habe ich das shoppen bisher vermieden. Ich war auch die einzige die meinte Sie bräuchte nichts, als wir ins Outlet Center fuhren. Dani ist leider eine zu gute Shopping-Beratung und es gab viel zu viel schöne Kleidung. Ja Ihr habt es ganz sicher schon erraten, ich war am Ende diejenige mit den meisten Tüten :-).

Las Vegas ohne eine Show zu besuchen ist ebenfalls nicht wirklich Las Vegas und so gingen wir an meinem letzten Abend in die Human Nature Motown Show. Die Show ist großartig, die Stimmen der Jungs unwahrscheinlich gut und am Ende saß niemand mehr auf seinem Stuhl!

Es war mein vermeintlich letzter Abend bis zu der Frage, ob ich nicht Lust hätte am nächsten Tag in die Matt Goss Show zu gehen. Matt Goss? Ich muss gestehen der Name sagte mir nichts, dafür sagte mir der Name Bros etwas, die Gruppe mit den hübschen Zwillingen Ende der 80er Jahre. Matt Goss war einer der Sänger, selbstverständlich wollte ich in diese Show! Erste Planänderung, mein Aufenthalt wurde um einen Tag verlängert, meine Unterkunft vom Hostel ins Hotel meiner Freunde gewechselt, da mein Hostel kein Bett mehr frei hatte. Die ausziehbare Couch im Hotel war allerdings auch sehr viel gemütlicher als das Bett im Hostel, zudem gab es einen Außenpool. Ein Luxus Backpacker Resort :-).

Für einen guten Start in den Abend geht man erst einmal in ein Restaurant mit köstlichem Essen. Ich hatte im letzten Bericht das „Bubba Gump“ erwähnt und nun wurde es Zeit dort Essen zu gehen. Das Restaurant alleine ist schon interessant, an den Wänden hängen Bilder aus dem Film „Forest Gump“ und überall sind Sprüche daraus zu lesen. Das Schild „Run Forrest Run“ bedeutet das der Kellner am Tisch vorbeilaufen kann und „Stop Forrest Stop“…klar, der Kellner bleibt an Eurem Tisch stehen. Die Popcorn Shrimp sind super lecker.

Voller Vorfreude ging es in die Show von Matt Goss, ich war so gespannt. Thomas und Dani sind gern gesehene Gäste und so haben wir die Plätze direkt vor der Bühne erhalten. Frauen haltet Euch fest, dieser Mann hat die schönsten blauen Augen der Welt! Im Prinzip würde es reichen, wenn er sich einfach auf die Bühne stellt und sich ausz… ähm, lassen wir das. Die Show ist hervorragend die Stimme einzigartig und mitreißend. In dieser Show gab es allerdings einen weiteren Entertainer, kein geringerer als Thomas! Durch seine Art die Menschen zu begeistern wurde die Show noch um einiges besser, das hatte auch Matt Goss erkannt und so wurden wir eingeladen, seine Show auch am nächsten Tag zu besuchen.

Aus einem Tag Verlängerung wurde ein zweiter. Im Publikum zu Gast (außer uns VIP’s) auch Jason Statham inklusive Familie. Die Show war erneut einzigartig, die Stimmung grandios und feucht-fröhlich, der Morgen danach war voller Überraschungen. Wer hatte diese Fotos geschossen? Und wer waren die Leute auf den Fotos? Scheinbar hatte ich den Cousin von Babyface getroffen, zu seinem Pech habe ich keine weitere Erinnerung an unser Gespräch :-).

Konnte ich mit dieser Katerstimmung weiter zum Arches National Park fahren? oder noch weiter nach Colorado? Keine Chance! Zum Glück hatte Mr. Goss auch am Tag meiner dritten Verlängerung eine Show.

Aus 2 1/2 Tagen Aufenthalt wurden 5 1/2 unvergessliche Tage!
Nach Colorado und in den Arches National Park schaffte ich es nicht mehr, dafür ist der Zion National Park nur 2 1/2 Fahrstunden von Las Vegas entfernt. Mein Körper schrie förmlich nach einem Spaziergang durch diese wunderschöne Natur. Für die verschiedenen Wandermöglichkeiten im Zion National Park solltet Ihr einigermaßen schwindelfrei sein, denn es gibt stellen an denen man sehr nah am Abgrund läuft. Gute Wanderschuhe oder zumindest Turnschuhe sind erforderlich, ich hatte nur meine Sneaker dabei und bin von daher an den ein oder anderen Stellen Barfuß gelaufen, was auf sandig-steinigen Stellen die sicherere Methode war. Für die Wanderung in den Narrows sind Wasserschuhe erforderlich, da es stellenweise doch sehr steinig zugeht.

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Dear Jessica: Now you know what’s happened ;-). I will definitely come back to the U.S. and will love to meet you in Colorado!

Fazit:

Ich hatte lange überlegt, ob ich den Weg nach Vegas auf mich nehme um meine Freunde zu treffen, schließlich war ich schon in Vegas und ich wollte doch noch so viel mehr sehen…Ich bin so froh mich dafür entschieden zu haben. Es war ein der schönsten Erlebnisse auf meiner Reise, eine unvergessliche Zeit. Danke!

Meine Absolute Empfehlung für die Human Nature Motown Show und für die grandiose Show von Matt Goss.
Human Nature
Matt Goss

Der Zion National Park hat viele Wandermöglichkeiten, bei meinem nächsten Aufenthalt würde ich mindestens 2-3 Tage einplanen.

 

 

 

Napa Valley – Santa Cruz – Monterey – Highway 1 – Pebble Beach

Weinliebhaber kennen Napa Valley als einer der bekanntesten Weinregionen. Die Weine sind köstlich, ich habe Sie extra für Euch getestet ;-). Die Weingüter sind traumhaft anzusehen, einen Abstecher nach Napa Valley solltet Ihr Euch nicht nehmen lassen. Auch die Familie Jacuzzi hat sich hier niedergelassen, bekannt eher für Sanitärtechnikanlagen, die Weine der Familie sind hervorragend.

Der Santa Cruz Beach Boardwalk ist der älteste Vergnügungspark Kaliforniens. Wer nicht zum Vergnügen hier her kommt, der besucht Santa Cruz wahrscheinlich um zu surfen, es finden viele internationale Surfwettbewerbe statt. In Santa Cruz gibt es das beste Burritos Restaurant „Planet Fresh Gourmet Burritos“, ich träume heute noch von meinem Beef and Shrimp Burrito!

Monterey war Ende des 18. -Anfang des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Fischereihafen, besondere Bedeutung hatte Monterey für den Fang von Sardinen. Noch heute sind die Gebäude und Fabriken aus damaligen Zeiten gut erhalten. Auch Bubba Gump ist hier zu finden, ein Shrimp Restaurant dessen Namen Ihr sicher schon einmal aus dem Film „Forest Gump“ gehört habt. Einer der bekanntesten US-Amerikanischen Autoren ist hier geboren, John Ernst Steinbeck dessen Familie deutscher Abstammung ist. Noch heute heißt ein Familiengut in Heiligenhaus „Großsteinbeck“ der Ursprüngliche Name der Familie.

Der Highway 1 ist eine Traumstrecke die am Pazifischen Ozean entlang führt. Im Fall des Highway 1 sagen Bilder mehr als Worte! Haltet unbedingt die Augen offen, sehen könnt Ihr Delphine, Wale und Robben. Für die Fahrt von San Francisco nach Los Angeles benötigt Ihr ca. 10 Stunden und Ihr werdet ganz sicher unzählige Male stoppen. Ihr bekommt eindrucksvolle Ausblicke auf die Küste von Big Sur. Die Fahrt über Pebble Beach kostet Euch 10 Dollar, obwohl hier im Prinzip nur wohlhabende Menschen leben. Golfliebhaber finden hier acht freie und achtzehn Private Golf-Lochplätze. Die Fahrt über Pebble Beach lohnt sich.

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Fazit:

Schaut Euch das Weingut der Jacuzzi Familie in Napa Valley an und wenn Ihr nicht fahren müsst, testet die sehr gut schmeckenden Weine.

Kurz vor Monterey könnt Ihr einen Stopp in Moss Landing machen, hier könnt Ihr gut und günstig Essen, eine Seitenstraße von Moss Landing erinnert an den Wilden Westen!

Auf den Weg gibt es ausreichend Campingplätze, wer spät anreist findet zwar niemanden mehr an der Kasse vor, doch auch wenn ein Schild behauptet der Campingplatz wäre voll, versucht Euer Glück 😉

San Francisco

In meinem Vorleben war ich ganz sicher ein Hippie, warum sonst wollte ich schon immer nach San Francisco?

Meine erste Begegnung mit San Francisco war allerdings alles andere als Beeindruckend und ich war mir nach kurzer Zeit sicher hier nur zwei bis drei Tage zu bleiben. Ich hatte eine Unterkunft über Couchsurfing gefunden und die Gegend in der mein Host lebt war bei Dunkelheit nicht ungefährlich, wie er mir am Tag meiner Ankunft mitteilte. Ich wollte San Francisco jedoch eine Chance geben und so habe ich am dritten Tag meine Unterkunft und die Umgebung gewechselt. Es musste doch einen Grund geben, warum mein altes Hippie Herz unbedingt nach San Francisco wollte :-).

Kennt Ihr die Serie „Full House?“ zu Beginn werden diese wunderschönen viktorianischen Häuser gezeigt. Wenn dieser Anblick meine Meinung über San Francisco nicht ändern würde, was könnte es dann? Und so machte ich mich auf zum Almano Square wo die „Painted Ladies“ zu finden sind.

Mit neuem Entdeckungsdrang ging es weiter zur kurvigsten Straße der Stadt, die Lombard Street. Eine Fahrt mit dem Auto abwärts macht auf jeden Fall Laune!

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Meine nächste Station war die Haight and Ashbury Street, welche die Geburtsstätte der Hippie Bewegung in den 1960er Jahren ist. Eine beeindruckende Mischung aus Vergangenheit und Zukunft trifft aufeinander. Die Straße ist gesäumt von Urigen Cafes, Second Hand Geschäften, Kunst Händlern und traumhaften viktorianischen Häusern. Ganz in der Nähe gelegen findet Ihr den Buena Vista Park, von hier aus habt Ihr einen grandiosen Blick auf San Francisco.

Selbstverständlich durfte auch ein Abstecher zum Pier 39 und Fishermans Wharf nicht fehlen. In der Nähe des Piers könnt Ihr mit einer Fähre nach Alcatraz übersetzen, am Pier selber sind Seelöwen zu bestaunen, die sich auf den Anlegestellen einen Platz zum Schlafen suchen. Fisch und Meeresfrüchte Liebhaber sind am Fishermans Wharf bestens aufgehoben.

Solltet Ihr Lust auf ein Picknick mit toller Aussicht auf die Stadt haben, kann ich Euch Treasure Island empfehlen.

Was darf in diesem Bericht auf keinen Fall fehlen? Richtig!
Auf die Golden Gate Bridge habe ich mich wohl am meisten gefreut und hier ist sie :-).
Klar bin ich auch ein Stück über die Brücke gelaufen und was soll ich Euch sagen, das Gefühl dabei war Freiheit pur.

Fazit:

Vom Coit Tower aus habt Ihr einen 360 Grad Aussicht auf San Francisco.

Manchmal verliebt man sich auf den zweiten Blick in eine Stadt.

Für eine Überfahrt nach Alcatraz solltet Ihr mindestens eine Woche zuvor buchen.

Death Valley (Tal des Todes) – Yosemite Nationalpark

Death Valley oder auf Deutsch gesagt das Tal des Todes ist, mit seinen farbenreichen Gesteinsformationen, skurrilen Aussichten und Salzkrusten die von ehemals vorhandenem Wasser zeugen, einer der schönsten mysteriösen Nationalparks der USA.

Zu viert machten wir uns auf den Weg in die brennende Wüstenlandschaft. Bei einer Temperatur von 117 Grad Fahrenheit (47 Grad Celsius) kann einem schon einmal der Atem stocken, sobald man aus dem klimatisierten Auto steigt. Mit leichtem Wind fühlten wir uns wie Brathähnchen, das Tal des Todes machte seinem Namen von Beginn an alle Ehre. Im Sommer wurden bereits Temperaturen von 56,7 Grad Celsius gemessen, wir hatten somit einen verhältnismäßig kühlen Sommertag erwischt :-).

Der tiefste Punkt Nordamerikas ist das Badwater Basin mit 85,5 Meter unter Meeresniveau. Hier gibt es nichts außer die faszinierende Salzwüste. Nicht weit entfernt liegt der Zabriskie Point, von hier aus hat man einer der schönsten Aussichten im Nationalpark.

Die Wüstenlandschaft der Merquite Sand Dunes diente als Kulisse in „Star Wars“ und man fühlt sich tatsächlich etwas wie in einer anderen Welt. Die größte Düne nennt sich passend „Star Dune“ und hat eine Größe von 50 Meter.

Auf unserem Weg zum Yosemite Nationalpark machten wir einen Zwischenstopp am Mono Lake, welches ein Natronsee ist. Von Zuflüssen des Sees wurde Wasser für die Trinkwasserversorgung Los Angeles abgeleitet. Der Mono Lake trocknete immer weiter aus, so dass spitze und krustige Türme aus Mineralablagerungen zum Vorschein kamen. Diese Türme werden Kalktuff genannt. Nach einem Gerichtsbeschluss der durch Umweltschützer erwirkt wurde, steigt der Wasserspiegel heute wieder an.
Die Gegend um den Mono Lake ist vulkanischen Ursprungs und so gibt es hier auch die Möglichkeit einen Vulkankrater zu  besteigen. Die Aussicht ist mysteriös und wunderschön.

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Auf ging es zum Yosemite Nationalpark, vorbei an glasklaren Seen und himmlisch riechenden Wäldern. Es ist nichts ungewöhnliches das man im Yosemite Nationalpark oder auch Umgebung auf Bären treffen kann. Lauren, die jüngste im Bunde hatte solch eine Angst davor, in der Nacht im Zelt von einem Bären überfallen zu werden, dass Sie erst einmal im Auto schlief. Wer hier Campt muss alle Lebensmittel, Kosmetik und Getränke in einem Container verstauen, nichts sollte sich im Auto oder im Zelt befinden, da dies die Bären anlocken könnte.

Unser Ziel war die Wanderung auf dem Four Mail Trail zum Glacier Point, dies bedeutete 7,4 km aufwärts. Der Weg ist leicht bis mittelschwer zu laufen und man muss nicht bis zum Ziel warten um eine unschlagbare Aussicht genießen zu können, was einem das Wandern durchaus erleichtert. Nichts desto trotz sollte man für den Auf-und Abstieg einen vollen Tag einplanen denn man möchte die Aussicht am Glacier Point doch genießen und für den Abstieg, den ich als schwieriger empfand, genügend Kräfte sammeln.

Fazit:

Für Death Valley solltet Ihr Euch mit ausreichend Wasser versorgen. Auch wenn Ihr nur kurz aus dem Auto steigt, ist das für Euren Körper eine Extrembelastung.

Die Campingplätze im Yosemite Nationalpark sind sehr schnell gefüllt. Wer am Nachmittag oder Abend nicht weit fahren und Zeit für die Suche eines freien Campingplatzes einplanen möchte, der sollte sehr früh aufstehen oder noch besser, zuvor buchen.

Mein erstes „hier ist keine Dusche ich werde im See baden, auch wenn es Dunkel ist“ Erlebnis war spannend 🙂 …Nein ich habe das Shampoo natürlich nicht im See ausgewaschen.