Koh Rong Samloem – Otres Beach 1

Auf zum Tauchen auf die Insel Koh Rong Samloem.

Mein ausgewähltes Dive Center bot Übernachtungsmöglichkeiten in einem Dorm, direkt auf Koh Rong Samloem an. Da ich ein Advanced Open Water Dive Course gebucht hatte, sollte ich hier meine ersten Erfahrungen in einem Dorm sammeln.

Das Dorm:

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Die Überfahrt war schon das reinste Abenteuer, bei hohem Wellengang ging es mit einem etwas kleinem Boot auf die Insel. Im Normalfall benötigt man 2 1/2 Std für die Fahrt, wir benötigten ca. 4 1/2 Std. Ich hatte in weiser Voraussicht eine Tablette gegen Übelkeit und Erbrechen eingenommen und war ganz stolz, dass mir die turbulente Fahrt nichts ausmachte. Selbst hartgesottenen Mitfahrern ging es da etwas schlechter, im wahrsten Sinne des Wortes.

Auf der Insel angekommen, durften alle aussteigen, für die es nicht zum Tauchen ging. Für mich ging es also weiter. Mein Stolz zuvor eine Tablette genommen zu haben, verflog innerhalb kürzester Zeit. Der Stop und die Weiterfahrt taten mir und meinem Magen nicht gut, da halfen auch keine weiteren Tabletten. Es waren für den Tag ja „nur“ zwei Tauchgänge geplant, was will man jammern (mein Tauchlehrer fragte zwischendurch jedoch immer, ob ich zurück zur Insel möchte. Wollte ich nicht, ich bin Stier!).

Völlig erschöpft zurück zur Insel, habe ich diese erst einmal links liegen lassen. Der erste Abend begann mit Stromausfall und WiFi gab es, wie ich zuvor schon wusste, auf der gesamten Insel nicht. Übrigens auch kein ATM. Solltet Ihr auf die Insel wollen, nehmt ausreichend Geld mit.

Am zweiten Tag hat sich das Meer beruhigt und ich konnte das Tauchen genießen, auch wenn ich unter Wasser einige Prüfungen zu bestehen hatte.

Die Insel ist wunderschön und noch ein „Geheimtip“ (außer bei Chinesen). Meine Unterkunft lag am Lazy Beach, hier bekommt man tolle Sonnenuntergänge zu sehen. Es gibt auf dieser Seite der Insel noch einige wenige Bungalows am Strand, zwei Restaurants und unsere kleine Strandbar „Bar 42“. Karsten, der diese Bar mit Leidenschaft führt ist Deutscher und hat alles selber gestaltet und aufgebaut.

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Die gegenüberliegende Seite der Insel besitzt einen Traumstrand. Es gibt einen Weg durch den Dschungel, der mit Flip Flops jetzt nicht so super zu laufen ist. Mit etwas Vorsicht bekommt das aber hin. Woher sollte ich vorher auch wissen, dass ich auf einer kleinen Insel festes Schuhwerk benötige :-).

Kennt Ihr noch die Barcardi Werbung?

Nach dem doch einigermaßen anstrengenden Weg, bot sich eine traumhafte Aussicht. Noch gibt es auch auf dieser Seite nicht besonders viele Restaurants und Bungalows oder Dorms, ebenso wenig gibt es hier WLAN. Ich kann nur hoffen, es bleibt ein Paradies und wird nicht von neuen Hotels und Restaurants übersät werden.

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Warum ich meine das es für  Chinesen kein Geheimtip mehr ist, seht Ihr hier. Ich habe mich gewundert, wie viele Personen auf ein solch kleines Boot passen. Es handelt sich hierbei um Tagesausflügler, die gegen Mittag anreisen und nach einigen Stunden wieder zurück nach Sihanoukville fahren.

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Meinen Aufenthalt habe ich verlängert und bin am Ende 5 Tage geblieben. Danach ging es für mich zurück zum Otres Beach 1.

Dieses mal hatte ich kein Hotel gebucht. Ich hatte vor meiner Abreise in verschiedenen Unterkünften nach einem Zimmer gefragt, alle meinten man solle einfach am Tag der Ankunft vorbei kommen. Reservierungen wurden nicht angenommen, da zu viele Urlauber Ihre Buchungen verfallen lassen. Nun gut, dann wird es ja nicht so schwer sein eine Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen, dachte ich mir…

…Ist es leider doch! Also den Strand rauf und runter, ich hätte Unterkünfte haben können, allerdings mit völlig überzogenen Preisen. Ich habe mich dann für eine Unterkunft entschieden, die 7 Dollar die Nacht kostete. Wie sich herausstellte, war auch das ein völlig überzogener Preis. Glaubt mir, Ihr möchtet nicht wissen wie diese Bruchbude aussah. Also gleich am frühen morgen los. Neuer Tag, neues Glück!

Ich kann Euch nicht sagen wie froh ich war, als der Besitzer des „SeaGarden“ meinte, „Yes Darling, we have a free Room for you“. Man wird hier als weiblicher Gast übrigens jeden Morgen mit „Darling“ angesprochen. Ein sehr guter Start in den Morgen, wie ich finde. Mein Einzelzimmer kostete 15 Dollar, es gibt zwei Gemeinschaftsbäder, die sehr sauber gehalten werden. Dorms kosten 5 Dollar die Nacht.

Von 19 Uhr bis 21 Uhr ist Happy Hour, eine Herausforderung für Alleinreisende 😉

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Mein Busticket nach Bangkok hatte ich schon gebucht. Wie mir gesagt wurde, dauert die Fahrt nach Bangkok mit dem Bus über Tag 12 Stunden, der Nachtbus fährt eine andere Route und man braucht einige Stunden länger.

Ob das mit den 12 Stunden bis nach Bangkok reicht und wie unterhaltsam so eine Busfahrt werden kann, werde ich Euch nicht vorenthalten…

Fazit:

Jaaaaa, ich bin nun Advanced Open Water Diver!

Ich habe super nette Leute auf dieser Insel kennen gelernt und in einem Dorm schlafen ist echt in Ordnung.

Tauchen ist in Kambodscha nicht besonders spektakulär. Es war aber schön, einfach mal wieder die Unterwasserwelt zu sehen.

Die Tauchschule war sehr gut, besonders mein Tauchlehrer „Aaron“
http://www.diveshopcambodia.com/

Gute und günstige Übernachtungsmöglichkeit am Otres Beach 1
http://www.secretgardenotres.com/

Siem Reap – Angkor Wat – Sihanoukville

Der Flug von Hanoi nach Siem Reap war einmalig. Ganze drei weitere Personen sollten mit fliegen, ich glaube es war mehr Personal als Fluggäste an Bord. Irgendwie unheimlich! „What’s wrong with this Airplane“ meinte einer der Passagiere, genau das dachte ich auch.

Meine lieben Vielflieger, hattet Ihr das schon einmal?

Heil, jedoch mit 40 Min Verspätung angekommen war schon irgendwie vorprogrammiert, das Kambodscha nicht ganz so glatt läuft wie Vietnam. Am Flughafen hielt ich nach meinem Namen Ausschau, mein Hotel bot einen kostenfreien Shuttle Service an. Mein Name war nirgends zu lesen.

Gott sei Dank hatte einer meiner drei mitreisenden Fluggäste ein Handy mit kambodschanischer SIM Karte. Mein Fahrer hatte mich zum erwarteten Zeitpunkt nicht angetroffen und ist damit wieder abgezogen. Draußen am Flughafen gibt es eine Anzeigetafel und ich habe so die Vermutung, dass die Verspätung angezeigt wurde. Wie dem auch sei, mein Fahrer machte sich noch einmal auf dem Weg.

Für den nächsten Tag stand Angkor Wat auf meinen Plan. Ich habe mir eine drei-Tages-Karte gekauft, was übrigens genauso teuer ist, wie eine zwei-Tages-Karte. Ob ich drei Tage Lust hätte mir die Überreste des Khmer-Reiches anzusehen, wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Wie mir jeder Traveler dem ich bisher begegnet bin empfahl, war auch ich gleich zum Sonnenaufgang da. Um 5 Uhr werden die Ticketschalter geöffnet, dann geht es weiter mit dem Tuck Tuck und einem nächtlichen Fußmarsch. Ab ca. 6 Uhr wird es nach und nach heller, leider war es an meinem Tag wolkig. Nichts desto trotz ist die Kulisse beeindruckend.

Nicht nur die von Angkor Wat, sondern auch die Menschenmassen, die auf den Sonnenaufgang warten um das bestmögliche Bild zu schiessen.

Der Bayon Tempel ist ebenso beeindruckend…

Angkor Thom steht dem ganzen in nichts nach…

Das archäologische Gebiet erstreckt sich über 400 km2. Es gibt zu viel über Angkor zu sagen, wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich diesen Link (Seite lässt sich auch auf Deutsch übersetzen).
http://whc.unesco.org/en/list/668

Meine Besichtigung habe ich nach dem zweiten Tag abgeschlossen, was sich als sehr gute Entscheidung herausstellte!

Das Hotel hatte ich über „Booking.com“ zunächst für 3 Nächte gebucht, jedoch noch eine weitere Nacht nachgebucht. Mein nächstes Ziel war Battambang und ich wollte gern mit einem Boot von Siem Reap aus hin. Das muss eine unglaublich schöne Tour sein, zwar lang (nicht mit dem Speedboot), doch beeindruckend wie mir gesagt wurde.

Irgendwie schrie meine innere Stimme aber nach Meer! Und ich habe mir vorgenommen, auf meiner Reise auf meine innere Stimme und mein Bauchgefühl zu hören. Somit war Battambang gestrichen. Ich hatte überlegt nach Thailand zur fliegen, bis ich herausfand, dass ein Teil Kambodschas am Meer liegt. Nix wie hin.

An der Rezeption des Hotels fragte ich nach, ob es möglich wäre ggf. die vierte Nacht wieder zu stornieren. Wie sich herausstellte, war die vierte Nacht für mich überhaupt nicht reserviert. Ok, passte mir ja ganz gut, somit konnte ich mit dem Nachtbus nach Sihanoukville, dachte ich…

Der Nachtbus war völlig ausgebucht, so wie auch der V.I.P Bus und irgendwie alle anderen. Es blieb mir ein sehr einfacher Bus zur Auswahl, ohne jeglichen Komfort. Gut, sind ja nur 10 Stunden…dachte ich…
Mein Bus sollte um 7:30 Uhr morgens los fahren, so wurde es vom Hotel zumindest auf meiner Buchungsbestätigung geschrieben. Um 6:30 Uhr morgens klopfte es heftig an meiner Zimmertür. Ich war gerade aufgestanden, hatte ja schließlich noch eine Stunde bis zur Abfahrt…dachte ich!

Vor meiner Tür stand einer der Hotelangestellten und machte mir hektisch klar, dass mein Bus auf mich warten würde, schließlich sei die Abfahrt 6:30 Uhr! Er meinte dann noch ganz nett, ich solle in 5 Minuten unten sein, wobei ich Ihm klar machte, dass wir daraus schon einmal 10 Minuten machen können.
Nach einer Minute stand der nette Herr wieder klopfend an meiner Tür. Ich hielt Ihm den Zettel vor die Nase auf dem eindeutig 7:30 stand und meinte, er solle mich jetzt bitte nicht so stressen :-).

What’s wrong with this Hotel?

Aus meiner 10 stündigen Busfahrt wurden dann 17 Stunden…Wir sind um ca. 23:30 Uhr in Sihanoukville an der Busstation angekommen. Die Tuck Tuck Fahrer sind entsprechend frech mit Ihrer Preisansage, du möchtest ja schließlich in dein Hotel und selbst ich habe nach 17 Stunden Busfahrt keine Lust mehr auf harte Verhandlungen, also nur um 2 Dollar runter gehandelt und los gings. Natürlich wusste der Tuck Tuck Fahrer den Weg nicht zu meinem Hotel, er musste mit dem Hotel einige Male telefonieren. Mich hat das ganze nicht mehr gewundert, ich musste eher schon wieder über den ganzen Tag lachen.

What’s Wrong with Kambodscha? 🙂

Heute hieß es ab zum Strand…

Morgen geht es für mich zum Tauchen auf eine der vorliegenden Inseln, dort habe ich kein WLAN, daher müsst Ihr Euch wieder einige Tage gedulden.

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Fazit:

Danke Nadine für die Thailand Tipps, sind gespeichert!

Eine 1-Tages-Karte für Angkor Wat kostet 20 Dollar, zwei und drei Tage 40 Dollar.

Der Strand am Otres Beach1 in Sihanoukville und die Atmosphäre dort sind super, hier geht es sehr entspannt zu.

Wer es etwas turbulenter mag, ist am Serendipity oder Ochheuteal Beach besser aufgehoben. Ich kann diese nicht beurteilen, da ich den Otres Beach bevorzugt habe.

Es ist gerade Hochsaison und daher ist es besser, sich vor Ankunft ein Zimmer für die erste Nacht oder die ersten zwei Nächte zu buchen, auch wenn das Hotel ggf. erst einmal teuerer ist. Am nächsten Tag kann man sich dann in Ruhe eine günstigere Unterkunft suchen. Die meisten sind Online ausgebucht, haben aber für Traveler oft noch ein Zimmer in der Hinterhand.