Santa Barbara – Sacramento – Reno

Zurück in meinem bisher liebsten Bundesstaat Kalifornien, ging es zunächst nach Santa Barbara.

Nachdem Santa Barbara 1925 vom einem starken Erdbeben heimgesucht worden war, wurde die Stadt bzw. wurden die zerstörten Gebäude originalgetreu wieder aufgebaut. Santa Barbara ist einer der teuersten Städte in denen man in den USA wohnen kann, einer der reichsten Bezirke ist Montecito. Der spanisch-mexikanische Stil ist bis heute erhalten und macht den Charme dieser Stadt aus.

Das Gerichtshaus befindet sich im Zentrum der Innenstadt und ist architektonisch schön anzusehen, vom Glockenturm aus hat man einen Rundblick auf die Stadt.

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Ronald Reagan hatte in den Santa Ynez Bergen eine Ranch die Ihm und seiner Frau Nancy Reagan als Feriendomizil diente. Da von hier aus ebenfalls Amtshandlungen stattfanden, wurde die Ranch auch „Western White House“ genannt. Im „The Ronald Reagan Ranch Center“ in Santa Barbara erfahrt Ihr unter anderem wie Ronald Reagan als Privatperson gelebt hat, selbst ein Stück Berliner Mauer ist hier zu finden.

Kaliforniens Hauptstadt ist Sacramento. Der Stadtteil „Old Sacramento“ versetzt Euch zurück in die Zeit der Cowboys und Goldgräber. Wenn man gerade in der Nähe ist sollte man sich diesen Teil nicht entgehen lassen, etwas störend sind die vielen Souvenir und Candy Shops.

Sacramento selber hat noch einiges mehr zu bieten. Das Büro des Gouverneurs im California State Capitol und der angrenzende Park ist nicht zu verachten. Ebenso findet man historische Gebäude wie zum Beispiel Governeurs Mansion, hier lebten die Gouverneure noch bis zum Ende der 60er Jahre, die Ära nahm ein jähes Ende als es Mrs. Reagan nicht mehr gefiel dort zu wohnen. Nicht weniger beeindruckend ist die Leland Stanford Mansion, das Herrenhaus kann mit Teilnahme an einer geführten Tour besichtigt werden. Die Familie Stanford gründete zu Ehren des einzigen Sohnes, welcher an Typhus verstarb, die Stanford Universität. Die Kirche „Cathedral of the blessed Sacrament“ ist einer der schönsten, die ich bisher besichtigt habe.

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Reno nennt sich selbst „Die größte Kleinstadt der Welt“ und ist die kleine Schwester von Las Vegas, man muss wohl sagen die sehr kleine Schwester. Hätte an dem Wochenende meines Besuches nicht zufällig ein „Biker-Treff“  stattgefunden, wäre die Stadt doch sehr verlassen gewesen. Ganz in der Nähe befindet sich Lake Tahoe, der See ist umgeben von Bergen und das Wasser ist glasklar. Im Winter kann man in diesem Gebiet Skifahren.

Fazit:

Santa Barbara ist eine Stadt zum flanieren.

Sacramento ist in jedem Fall eine Besichtigung Wert.

Reno muss nicht sein, dafür ist Lake Tahoe allerdings für einen Strandtag zu empfehlen.

Napa Valley – Santa Cruz – Monterey – Highway 1 – Pebble Beach

Weinliebhaber kennen Napa Valley als einer der bekanntesten Weinregionen. Die Weine sind köstlich, ich habe Sie extra für Euch getestet ;-). Die Weingüter sind traumhaft anzusehen, einen Abstecher nach Napa Valley solltet Ihr Euch nicht nehmen lassen. Auch die Familie Jacuzzi hat sich hier niedergelassen, bekannt eher für Sanitärtechnikanlagen, die Weine der Familie sind hervorragend.

Der Santa Cruz Beach Boardwalk ist der älteste Vergnügungspark Kaliforniens. Wer nicht zum Vergnügen hier her kommt, der besucht Santa Cruz wahrscheinlich um zu surfen, es finden viele internationale Surfwettbewerbe statt. In Santa Cruz gibt es das beste Burritos Restaurant „Planet Fresh Gourmet Burritos“, ich träume heute noch von meinem Beef and Shrimp Burrito!

Monterey war Ende des 18. -Anfang des 19. Jahrhunderts ein wichtiger Fischereihafen, besondere Bedeutung hatte Monterey für den Fang von Sardinen. Noch heute sind die Gebäude und Fabriken aus damaligen Zeiten gut erhalten. Auch Bubba Gump ist hier zu finden, ein Shrimp Restaurant dessen Namen Ihr sicher schon einmal aus dem Film „Forest Gump“ gehört habt. Einer der bekanntesten US-Amerikanischen Autoren ist hier geboren, John Ernst Steinbeck dessen Familie deutscher Abstammung ist. Noch heute heißt ein Familiengut in Heiligenhaus „Großsteinbeck“ der Ursprüngliche Name der Familie.

Der Highway 1 ist eine Traumstrecke die am Pazifischen Ozean entlang führt. Im Fall des Highway 1 sagen Bilder mehr als Worte! Haltet unbedingt die Augen offen, sehen könnt Ihr Delphine, Wale und Robben. Für die Fahrt von San Francisco nach Los Angeles benötigt Ihr ca. 10 Stunden und Ihr werdet ganz sicher unzählige Male stoppen. Ihr bekommt eindrucksvolle Ausblicke auf die Küste von Big Sur. Die Fahrt über Pebble Beach kostet Euch 10 Dollar, obwohl hier im Prinzip nur wohlhabende Menschen leben. Golfliebhaber finden hier acht freie und achtzehn Private Golf-Lochplätze. Die Fahrt über Pebble Beach lohnt sich.

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Fazit:

Schaut Euch das Weingut der Jacuzzi Familie in Napa Valley an und wenn Ihr nicht fahren müsst, testet die sehr gut schmeckenden Weine.

Kurz vor Monterey könnt Ihr einen Stopp in Moss Landing machen, hier könnt Ihr gut und günstig Essen, eine Seitenstraße von Moss Landing erinnert an den Wilden Westen!

Auf den Weg gibt es ausreichend Campingplätze, wer spät anreist findet zwar niemanden mehr an der Kasse vor, doch auch wenn ein Schild behauptet der Campingplatz wäre voll, versucht Euer Glück 😉

San Francisco

In meinem Vorleben war ich ganz sicher ein Hippie, warum sonst wollte ich schon immer nach San Francisco?

Meine erste Begegnung mit San Francisco war allerdings alles andere als Beeindruckend und ich war mir nach kurzer Zeit sicher hier nur zwei bis drei Tage zu bleiben. Ich hatte eine Unterkunft über Couchsurfing gefunden und die Gegend in der mein Host lebt war bei Dunkelheit nicht ungefährlich, wie er mir am Tag meiner Ankunft mitteilte. Ich wollte San Francisco jedoch eine Chance geben und so habe ich am dritten Tag meine Unterkunft und die Umgebung gewechselt. Es musste doch einen Grund geben, warum mein altes Hippie Herz unbedingt nach San Francisco wollte :-).

Kennt Ihr die Serie „Full House?“ zu Beginn werden diese wunderschönen viktorianischen Häuser gezeigt. Wenn dieser Anblick meine Meinung über San Francisco nicht ändern würde, was könnte es dann? Und so machte ich mich auf zum Almano Square wo die „Painted Ladies“ zu finden sind.

Mit neuem Entdeckungsdrang ging es weiter zur kurvigsten Straße der Stadt, die Lombard Street. Eine Fahrt mit dem Auto abwärts macht auf jeden Fall Laune!

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Meine nächste Station war die Haight and Ashbury Street, welche die Geburtsstätte der Hippie Bewegung in den 1960er Jahren ist. Eine beeindruckende Mischung aus Vergangenheit und Zukunft trifft aufeinander. Die Straße ist gesäumt von Urigen Cafes, Second Hand Geschäften, Kunst Händlern und traumhaften viktorianischen Häusern. Ganz in der Nähe gelegen findet Ihr den Buena Vista Park, von hier aus habt Ihr einen grandiosen Blick auf San Francisco.

Selbstverständlich durfte auch ein Abstecher zum Pier 39 und Fishermans Wharf nicht fehlen. In der Nähe des Piers könnt Ihr mit einer Fähre nach Alcatraz übersetzen, am Pier selber sind Seelöwen zu bestaunen, die sich auf den Anlegestellen einen Platz zum Schlafen suchen. Fisch und Meeresfrüchte Liebhaber sind am Fishermans Wharf bestens aufgehoben.

Solltet Ihr Lust auf ein Picknick mit toller Aussicht auf die Stadt haben, kann ich Euch Treasure Island empfehlen.

Was darf in diesem Bericht auf keinen Fall fehlen? Richtig!
Auf die Golden Gate Bridge habe ich mich wohl am meisten gefreut und hier ist sie :-).
Klar bin ich auch ein Stück über die Brücke gelaufen und was soll ich Euch sagen, das Gefühl dabei war Freiheit pur.

Fazit:

Vom Coit Tower aus habt Ihr einen 360 Grad Aussicht auf San Francisco.

Manchmal verliebt man sich auf den zweiten Blick in eine Stadt.

Für eine Überfahrt nach Alcatraz solltet Ihr mindestens eine Woche zuvor buchen.

Death Valley (Tal des Todes) – Yosemite Nationalpark

Death Valley oder auf Deutsch gesagt das Tal des Todes ist, mit seinen farbenreichen Gesteinsformationen, skurrilen Aussichten und Salzkrusten die von ehemals vorhandenem Wasser zeugen, einer der schönsten mysteriösen Nationalparks der USA.

Zu viert machten wir uns auf den Weg in die brennende Wüstenlandschaft. Bei einer Temperatur von 117 Grad Fahrenheit (47 Grad Celsius) kann einem schon einmal der Atem stocken, sobald man aus dem klimatisierten Auto steigt. Mit leichtem Wind fühlten wir uns wie Brathähnchen, das Tal des Todes machte seinem Namen von Beginn an alle Ehre. Im Sommer wurden bereits Temperaturen von 56,7 Grad Celsius gemessen, wir hatten somit einen verhältnismäßig kühlen Sommertag erwischt :-).

Der tiefste Punkt Nordamerikas ist das Badwater Basin mit 85,5 Meter unter Meeresniveau. Hier gibt es nichts außer die faszinierende Salzwüste. Nicht weit entfernt liegt der Zabriskie Point, von hier aus hat man einer der schönsten Aussichten im Nationalpark.

Die Wüstenlandschaft der Merquite Sand Dunes diente als Kulisse in „Star Wars“ und man fühlt sich tatsächlich etwas wie in einer anderen Welt. Die größte Düne nennt sich passend „Star Dune“ und hat eine Größe von 50 Meter.

Auf unserem Weg zum Yosemite Nationalpark machten wir einen Zwischenstopp am Mono Lake, welches ein Natronsee ist. Von Zuflüssen des Sees wurde Wasser für die Trinkwasserversorgung Los Angeles abgeleitet. Der Mono Lake trocknete immer weiter aus, so dass spitze und krustige Türme aus Mineralablagerungen zum Vorschein kamen. Diese Türme werden Kalktuff genannt. Nach einem Gerichtsbeschluss der durch Umweltschützer erwirkt wurde, steigt der Wasserspiegel heute wieder an.
Die Gegend um den Mono Lake ist vulkanischen Ursprungs und so gibt es hier auch die Möglichkeit einen Vulkankrater zu  besteigen. Die Aussicht ist mysteriös und wunderschön.

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Auf ging es zum Yosemite Nationalpark, vorbei an glasklaren Seen und himmlisch riechenden Wäldern. Es ist nichts ungewöhnliches das man im Yosemite Nationalpark oder auch Umgebung auf Bären treffen kann. Lauren, die jüngste im Bunde hatte solch eine Angst davor, in der Nacht im Zelt von einem Bären überfallen zu werden, dass Sie erst einmal im Auto schlief. Wer hier Campt muss alle Lebensmittel, Kosmetik und Getränke in einem Container verstauen, nichts sollte sich im Auto oder im Zelt befinden, da dies die Bären anlocken könnte.

Unser Ziel war die Wanderung auf dem Four Mail Trail zum Glacier Point, dies bedeutete 7,4 km aufwärts. Der Weg ist leicht bis mittelschwer zu laufen und man muss nicht bis zum Ziel warten um eine unschlagbare Aussicht genießen zu können, was einem das Wandern durchaus erleichtert. Nichts desto trotz sollte man für den Auf-und Abstieg einen vollen Tag einplanen denn man möchte die Aussicht am Glacier Point doch genießen und für den Abstieg, den ich als schwieriger empfand, genügend Kräfte sammeln.

Fazit:

Für Death Valley solltet Ihr Euch mit ausreichend Wasser versorgen. Auch wenn Ihr nur kurz aus dem Auto steigt, ist das für Euren Körper eine Extrembelastung.

Die Campingplätze im Yosemite Nationalpark sind sehr schnell gefüllt. Wer am Nachmittag oder Abend nicht weit fahren und Zeit für die Suche eines freien Campingplatzes einplanen möchte, der sollte sehr früh aufstehen oder noch besser, zuvor buchen.

Mein erstes „hier ist keine Dusche ich werde im See baden, auch wenn es Dunkel ist“ Erlebnis war spannend 🙂 …Nein ich habe das Shampoo natürlich nicht im See ausgewaschen.

 

 

LA – Santa Monica – Venice Beach – Hollywood

USA – das Land der Freiheit und der großen Träume.

Gelandet bin ich in Los Angeles in Kalifornien, ich denke das war eine kleine Fehlplanung aber zum Glück bin ich ja flexibel und hüpfe jetzt kreuz und quer durch die USA. Meine erste Station, Santa Monica mit seiner südlich angrenzenden Kleinstadt Venice Beach. Santa Monica ist sehr chic, das Wahrzeichen ist der Santa Monica Pier auf dem auch die Route 66 endet.

Venice Beach ist für sein Muscle Beach und seinen Skate Park bekannt. Ich behaupte mal, Venice Beach ist die coole Schwester von Santa Monica, beide sind toll anzusehen. Sport treibende kommen hier voll auf Ihre Kosten, auch ich habe mich dazu hinreißen lassen, joggen zu gehen.

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Gleich am zweiten Abend bin ich zu einem Couchsurfing Event gegangen. Ich hatte zuvor bereits versucht über Couchsurfing eine Unterkunft zu bekommen, eine eher schwierige Aufgabe in LA. Die Hosts bekommen zwischen 10 und 50 Anfragen am Tag habe ich mir sagen lassen, wie soll man da noch eine freie Couch erwischen? Das Event war super, die Leute waren einfach nur toll und so sollte es nicht bei diesem einen Event bleiben. Wir haben uns immer wieder getroffen, ob nun zum Volleyball spielen, gemeinsam ein Festival am Santa Monica Pier erleben oder das Essen der Food Trucks ausprobieren. Ich wollte fast schon nicht mehr weiterziehen, denn unter Freunden ist ein Ort noch um einiges schöner!

Zu Kalifornien gehört natürlich auch Hollywood mit seinem „Walk of Fame“ und Beverly Hills.  Eine City Tour kann ich hier nur empfehlen. Ihr könnt sehen wo die Stars wohnen, einkaufen gehen, auf welchem Balkon Vivian von Ihrem Edward (Pretty Woman) „gerettet“ wurde und in welcher Kirche Whoopie Goldberg in Sister Act gerockt hat. Kennt Ihr die Villa aus „Der Prinz von Bel Air“? Eine wunderschöne Villa die leer steht und nur für Filmzwecke genutzt oder für Partys gebucht wird. 

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Da ich für einige Zeit in Westwood gewohnt habe, konnte ich quasi zu Fuß zum Pierce Brothers Westwood Village Memorial Park. Der Park ist ein Friedhof auf dem einige Hollywoodgrößen begraben sind. Hier lest Ihr im Prinzip nur bekannte Namen (Wikipedia gibt Euch ganz gut Auskunft). Das wohl bekannteste Grab dürfte das von Marylin Monroe und Dean Martin sein.

Malibu Beach? Durfte nicht fehlen, na klar!

Fazit:

Mit dem Big Blue Bus Nummer 3 kommt Ihr für 1$ vom Flughafen nach Santa Monica oder auch Venice Beach. Ein Flughafen Shuttle Bus bringt Euch dabei kostenfrei zur Big Blue Bus Haltestelle.

Meine Empfehlung – Griffith Park Observatory. Bei Tag bereits eine spektakuläre Aussicht, die bei Dunkelheit noch um einiges getoppt wird.

Die Treffen der Couchsurfing Community in LA sind super!

Liebe Freunde zu Hause, ich vermisse Euch!