Costa Rica

Gastbeitrag meiner lieben Freundin Edith. Vielen Dank für Deine Impressionen 🙂

Schon bei Tanjas Planung der Weltreise war klar,  dass wir uns irgendwo auf ihrem Weg treffen werden. Unsere gemeinsame Wahl fiel auf Costa Rica.

Im Laufe des Jahres stellte sich heraus, dass wir nicht alleine bleiben sollten. Plötzlich und erfreulicherweise gesellten sich noch weitere Gestalten dazu und wir reisen nun zu sechst. Da es uns aus zeittechnischen Gründen nicht möglich war, uns in Deutschland zu treffen, sahen wir uns erst in Alajuela in Costa Rica wieder. Nach einem freudigen Aufeinandertreffen am Abend, startete die Reise am nächsten Tag so richtig.

Schon beim Anmieten des Autos wurde uns das Lebensgefühl der Costa-Ricaner hautnah übermittelt, Pura Vida sollten wir von da an noch öfter hören und erleben. Das Auto bekamen wir 3 Stunden verspätet. Wir machten uns damit sogleich auf zum Vulkan „Poas“. Dort stank es mächtig, doch der Blick war überwältigend. Auch das die Regenzeit noch nicht vorüber war, haben wir am ersten Tag hautnah zu spüren bekommen, unsere Kleidung glich den spektakulären Wasserfällen, die wir ebenfalls besichtigten. Wir machten uns nach den ersten wunderschönen Eindrücken auf zu unserem nächsten Ziel La Fortuna zum Vulkan „Arenal“.

Das „Arenal Hostel Resort“ empfing uns als lauschige Oase. Das Glück spielte uns in die Karten, bei schönem Wetter erreichten wir den Wasserfall „Catarata La Fortuna“ und konnten uns im kühlen Nass erfrischen. Wie ihr sicherlich wisst, macht schwimmen hungrig, wir fuhren ohne Ziel und am Himmel zeichnete sich bereits ab, dass in wenigen Minuten die Welt untergehen würde. Ein spontaner Halt am Restaurant „Garra-Pata“ erwies sich als Volltreffer. Da wir uns bei der vielfältigen Auswahl nicht entscheiden konnten, bestellten wir die Empfehlung des Hauses, eine Grillplatte, das Beste was uns passieren konnte (sorry an alle Vegetarier und Veganer) es war für Fleischfresser jedoch einfach lecker.

Der nächste Tag hielt einige Überraschungen für uns parat. Hätten wir es vorher gewusst, hätten wir sicherlich einen anderen Weg eingeschlagen. Doch im Nachhinein betrachtet, war es ein awesome, incredible und amazing Day!
Er startete für die meisten von uns das erste Mal mit einer Zip Line Tour. Nach anfänglichen Kribbeln im Bauch waren nach der ersten Zip Line alle schwer begeistert. Selbst den Tarzan Sprung aus 25 Meter Höhe haben alle schreiend gemeistert. Noch voller Adrenalin entschieden wir uns weder für die Strecke über die Autobahn zu unserem nächsten Ziel, noch für den zweiten Weg, der zumindest Strassen enthielt. Nein! Wir entschieden uns für die Tour durch die Pampa. Laut unseres super Navigationssystem „Waze“ sollten wir für 78 Kilometer Fahrt, 3 1/2 Stunden brauchen…daraus wurden 5 1/2 Stunden.

Der Weg führte uns vorbei an beeindruckenden Landschaften, mit Blick auf das Vulkanarenal, den Arenal See, Hügel und Feldern. Wir mussten leicht schmunzeln als unser Navi uns Verkehrsstörungen auf der Stecke meldete und uns nach 15 Minuten ein Reiter auf seinem Pferd entgegen kam. Nicht mehr geschmunzelt haben wir, als uns das Navi durch einen Fluss führen wollte, der offensichtlich schon seit Tagen nicht mehr durchquert wurde. Wir hofften noch einen anderen Weg zu finden, dieser führte jedoch in eine Sackgasse. Es gab die Wahl den Fluss zu durchqueren oder den bisher 2 stündigen Weg zurück zu fahren. Die Geister schieden sich beim Anblick der reissenden Masse. Michael unser Held war allerdings furchtlos und beschloss, nachdem er den Fluss zu Fuß erforscht hatte…. Augen zu und durch!

Da wir den Block noch schreiben können, ahnt Ihr schon, wir haben überlebt und die nächsten 4 Flüsse waren Kindergarten. Im Dunkeln und bei Regen erreichten wir Santa Elena.

Der freundliche Besitzer unserer Unterkunft „Camino Verde“ empfahl uns direkt die Soda (ein Lokal) zwei Häuser weiter, das „Bonanza“. Das Essen war phantastisch und der Snaps den es aufs Haus gab, ein ganz besonderer. Der Snaps mit einem Schildkrötenei soll bei Männern die Potenz steigern und bei Frauen die Empfänglichkeit, wir konnten dazu keine Beweise sammeln.

Da wir nun schon Zip Line erfahren waren, trauten wir uns am nächsten Tag in den „Aventura Park“, mit der längsten Zip Line der Welt oder zumindest der Mittelamerikas. Eine Länge über 1400 Meter, dies wurde getoppt durch zwei Superman Zip Lines und einen Tarzan Sprung in 45 Metern Tiefe. Was sollen wir sagen, nur die Harten kommen in den Garten!

Nach diesen Extremen hatten wir uns drei Tage Ruhe verdient und verbrachten diese in Guachaplin in der „Buena Vista Lodge“.

Fazit:

Absolute Empfehlung für das Navigationssystem „Waze“ die App funktioniert einwandfrei und ein geliehenes Navigationssytem würde ansonsten ca. 15 Euro am Tag kosten.

Die Soda „Bonanza“ in Santa Elena hat ausgezeichnetes Essen und spezielle Schnäpse.

Alle erwähnten Unterkünfte sind zu empfehlen.

Wellington – Rivendell – Napier – Tongariro Alpine Crossing – Coromandel

Den Weg auf die Nordinsel Neuseelands habe ich mit der Fähre von Picton nach Wellington beschritten. Angekommen in Wellington musste ich gleich feststellen, dass ich noch nicht reif für eine Großstadt war. Vielleicht sollte ich mir Gedanken machen, ob die Buchung eines Intensiv-Englisch Kurses in Sydney über drei Wochen eine so gute Idee war…Nun gut, das ist Zukunftsmusik 🙂

Über Wellington kann ich Euch nur so viel sagen, das es außerhalb der Stadt ebenfalls einen Freedom Campingplatz gibt, ansonsten habe ich mich gleich am nächsten Tag weiter nach Napier aufgemacht, mit einem Halt in Rindevell.

Rivendell bietet Euch einen der historischen Momente in Eurem „Lord of the Rings“ Leben, einmal durch das Tor von „Bruchtal“ schreiten, genau das ist hier möglich.

IMG_1765 IMG_1761 IMG_1763

Napier ist eine Stadt die dem Charleston Chic entspricht, Mr. Gatsby hätte sich hier sicherlich wohl gefühlt. Direkt vor der Tür gibt es einen Strand, was will man mehr? Der Sand ist tatsächlich Schwarz, es sieht nicht nur auf dem Bild so aus.

IMG_2672 IMG_2670 IMG_1810

Der Tongariro Alpine Crossing ist wohl auch aufgrund von Lord of the Rings einer der beliebtesten Wanderwege Neuseelands. Er ist 19,4 km lang und mit einer Tageswanderung zu schaffen. Es ist schon etwas besonders einmal durch „Mordor“ zum „Mt. Doom“ (in Wirklichkeit „Mount Ngauruhoe“) zu laufen.

Der Tongariro Nationalpark ist der älteste Neuseelands und die drei Vulkane Tongariro, Ngauruhoe und Ruapehu sind noch heute aktiv. 

Das Wetter hier ist quasi unvorhersehbar, daher solltet Ihr alles dabei haben und natürlich ausreichend zu trinken und am besten „Studentenfutter“ um Eure Energie zwischenzeitlich aufzufüllen. Der „Mt. Doom“ kann bestiegen werden (2291 m) für den Aufstiegt benötigt man ca. 2 Stunden extra, der Abstieg dauert eine Stunde.

Leider war es an dem Tag meiner Wanderung doch etwas zu bewölkt, ein Aufstieg damit zu gefährlich. Hier gibt es keinen „Wanderweg“ der Vulkan ist über Stein, Geröll und vulkanische Asche zu besteigen und das auf allen vieren, denn es ist ein sehr steiler Aufstieg. Mich reizt dieser Weg noch immer, daher kann es gut sein, dass ich auf meine letzten Tage noch einmal den Rückweg zum Tangariro Nationalpark antrete und diesen Vulkan bezwinge. Man braucht allerdings wirklich Glück mit dem Wetter.

Der Tangariro Alpine Crossing ist atemberaubend, aber seht selbst…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Coromandel, so hieß es ist wunderschön und das ist es auch, nur für mich etwas zu abgelegen und ruhig.
Der Weg ist eng, kurvenreich und führt ständig bergauf und bergab. Eine anstrengende fahrt, die am Ende mit einem traumhaften Sonnenuntergang belohnt wurde. Ihr könnt hier auch kleinere Walks machen oder Euch einfach mal an den Strand legen.

IMG_2907 IMG_2904

Die Nähe zu Auckland ist ganz praktisch…Meine Reise geht weiter nach Piha, hier bin ich mit Margarethe verabredet, danach muss ich in Auckland unbedingt mein Auto los werden…Ob ich mein Auto verkauft bekomme erfahrt Ihr somit in den nächsten Tagen…Fortsetzung folgt 🙂

Fazit:

Hobbington war für mich nur eine Durchreise, daher nicht weiter erwähnt. Wenn Ihr Hobbington bzw. die Herr der Ringe Lokation allerdings ansehen wollt, kostet das 75 NZ Dollar und die Anreise ist nur mit einem Shuttle Bus möglich. Vorherige Buchung erforderlich. Ich habe einige Leute gefragt die dort waren, es lohnt sich, allerdings nur für echte Herr der Ringe Fans .

Napier ist eine sehr schöne Kleinstadt, die einen in die glamouröse Charleston Zeit versetzt.

Tangario Alpine Crossing, für mich das beste was man auf der Nordinsel machen kann.